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Ried jubelt nicht nur über Nachwuchs

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Von: Peter Froese

Kinzenbach (froe). Mit einem 5:0-Erfolg über den Tabellenzweiten SV Niedernhausen ist die SG Kinzenbach in der Fußball-Verbandsliga Mitte nach drei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurückgekehrt. »Das war unsere beste Saisonleistung und ein hochverdienter Sieg, bei dem wir erstmals in dieser Spielzeit auch zu Null gespielt haben«, freute sich SG-Stadionsprecher Felix Henkelmann nach Abpfiff.

SG Kinzenbach - SV Niedernhausen 5:0

Bereits nach neun Minuten setzte Serkan Akin mit einem Fernschuss, der knapp über das Gästetor strich, eine erste Duftmarke der Elf von SG-Trainer Oliver Dönges. Auf der Gegenseite verfehlte ein Freistoß von Marco Waldraff das Tor von Keeper Nico Mohr nur knapp (17.). Kurz darauf führte ein Angriff von Emre Yener und Henrik Keller über die rechte Außenbahn zur 1:0-Führung der Rot-Weißen. Hakan Güngör brauchte bei der Flanke des SG-Torjägers nur noch den Fuß hinzuhalten (22.). Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Tommy Ried, der tags zuvor zum zweiten Mal Vater geworden war, irrte durch den SV-Strafraum und schlug zum 2:0 der SG im langen Eck ein (26.). Als Dennis Merten SG-Torwart Nico Mohr bereits ausgespielt hatte kratzte Serkan Akin dessen Schuss von der Linie (37.). So ging es mit der 2:0-Pausenführung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel verzog Ufuk Ersentürk knapp, anstatt den besser postierten Nicolas Anker in Szene zu setzen (55.). Zwei Zeigerumdrehungen später köpfte SG-Spielführer Nicolas Anker eine Pantke-Flanke zum 3:0 für die Hausherren ein (57.). Damit war die Vorentscheidung gefallen. Torjäger Henrik Keller umspielte SV-Torwart Tim Burghold und erhöhte mit seinem 18. Saisontreffer aus spitzem Winkel auf 4:0 (64.). »Das schönste Tor des Tages erzielte Nicolas Anker, als er den zu weit vor seinem Tor stehenden Tim Burghold in der 69. Minute mit einem Heber aus 25 Metern zum 5:0 überwand«, so Henkelmann. Kurz darauf war für Tommy Ried, der nach Einsatz im Kreissaal und auf dem Fußballplatz 32 Stunden lang im Dauereinsatz gewesen war, Feierabend. Ufuk Ersentürk verpasste einen weiteren Treffer, als er das vom gegnerischen Torwart abgewehrte Leder aus fünf Metern über den Querbalken donnerte (73.). Kurz vor Schluss musste Marco Waldraff wegen Meckerns mit der »Ampelkarte« vorzeitig zum Duschen (80.). Da war der Drops für die Hausherren aber längst gelutscht.

Ende aller Abstiegssorgen?

Mit 34 Punkten kletterte die Elf von SG-Trainer Oliver Dönges wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz und dürfte sich mit ihrem zehnten Saisonsieg aller Abstiegssorgen endgültig entledigt haben. Auf alle Fälle kann ein dann ausgeschlafener Tommy Ried und seine Elf am kommenden Sonntag mit neuem Selbstvertrauen in das Derby beim SC Waldgirmes II gehen.

SG Kinzenbach: Mohr - Yener, Yildirim, Akin (72. Pascal Sajonz), Jörg, Ried (72. Robin Sajonz), Schmidt, Pantke, Anker, Güngör (38. Ersentürk), Keller.

SV Niedernhausen: Burghold - Berg, Reusing (46. Hemerat), Brewer, Benariba, Burkhardt (72. Gudenkauf), Rebic, Waldraff, Ortega Tapia (72. Hampel), Adou, Merten.

Tore: 1:0 Güngör (22.), 2:0 Ried (26.), 3:0 Anker (57.), 4:0 Keller (64.), 5:0 Anker (69.). - Schiedsrichter: Scherthan (Bischofsheim). - Zuschauer: 70. - Gelb-Rote Karte: Waldraff (80., Niedernhausen).

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