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Rink holt Derbysieg im Alleingang

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Ohne jeden Zweifel der Krofdorfer Matchwinner im Derby gegen die Pointers II: Silas RInk (r.) ist nicht zu bremsen. Foto: PeB © PeB

Gießen (cnf). Eine Woche nach der Derby-Niederlage gegen den MTV Gießen ist der TSV Krofdorf-Gleiberg am Sonntag in der Basketball-Oberliga der Herren als Derby-Sieger, diesmal gegen die Gießen Pointers II, vom Parkett gegangen. In eigener Halle setzten sich die Wettenberger mit 84:74 durch und ziehen somit im Klassement mit dem MTV (2.), der parallel bei der neuerdings erstarkten TS Frankfurt-Griesheim mit 62:

71 den Kürzeren zog, wieder gleich.

TSV Krofdorf-Gleiberg - Gießen Pointers II 84:74 (35:44): Die Gäste starteten gut und lagen nach sechs Minuten mit 17:12 vorne. Pointers-Headcoach Sherman Lockhart lobte nachträglich die »gute Mischung aus Inside- und Außen-Spiel«, die seine Schützlinge in Durchgang eins anwandten. Nichtsdestotrotz kam der TSV bis zur ersten Viertelpause noch einmal auf 23:23 (10.) heran.

Im zweiten Quarter zogen die Lahnstädter wieder davon (25:31, 15.) und erarbeiteten sich bis zum Kabinengang einen soliden Neun-Punkte-Vorsprung (35:44, 20.).

In Halbzeit zwei schwand die Gießener Konzentration etwas, Krofdorf eröffnete das dritte Viertel mit einem 13:0-Lauf. Allerdings fing sich die Pointers-Reserve und konnte das Spiel bis zur 30. Minute noch einmal wenden (61:63).

Nun war alles hergerichtet für einen spannenden Verlauf bis in die Crunchtime hinein. Bis zur 38. Minute schenkten sich beide Seiten nichts (74:73), in der Schlussminute erlaubten sich die Gäste jedoch zu viele Unkonzentriertheiten und ließen den TSV, dem am Ende in rund 60 Sekunden ein 11:0-Run gelang, gewähren.

»Das Ergebnis, so wie es jetzt hier steht, gibt das Spiel nicht so ganz wieder. Aber letztendlich haben wir in der letzten Minute zu viele Fehler gemacht. Da waren die Pässe nicht mehr so genau, was Krofdorf eiskalt ausgenutzt hat«, bilanziert Lockhart und ergänzte: »Wir haben 38 Minuten ein gutes Spiel gemacht und es dann durch individuelle Fehler abgeschenkt.«

Auf der TSV-Trainerbank hielt Sebastian Popovic fest: »Ein unnötig knappes Spiel mit vielen Turnover. Aber wir haben dank eines starken Silas Rink in der Schlussphase gewonnen.« Der Topscorer erzielte im Schlussviertel zwölf seiner insgesamt 32 Zähler.

TSV Krofdorf-Gleiberg: Fischer (6), Jüdt (4), Müsse (6), Oppenländer (2), Plitt-Geissler (13), Rink (32), Schneider (7), Sebbel (14).

Gießen Pointers II: Aniol (18), Bonacker (2), Dahm, Divar, Heberle (2), Kersten, Lindenstruth (4), Mihoubi (18), Nickel, Nitsche (15), Seibert (15).

MTV verschläft die erste Halbzeit

TS Frankfurt-Griesheim - MTV Gießen 71:63 (39:17): Gegen den befürchtet starken Gegner bekamen es die Männerturner auf der nördlichen Uferseite des durch Frankfurt laufenden Mains zu tun. Die kürzlich, nach laschem Saisonstart, personell merklich verstärkte Turnerschaft hielt vor allem in der ersten Hälfte das Heft in der Hand.

Gießen tat sich anfänglich mit der Frankfurter Zonen-Defensive schwer, traf zudem zu selten von außen und agierte generell mit zu wenig Intensität. »Wir waren in keiner Weise in der Lage, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten«, erklärte MTV-Headcoach Michael Müller im Rückblick. Nach dem ersten Viertel lagen die Frankfurter bereits mit 23:7 (10.) vorne.

Im Anschluss hatten die Mittelhessen weiterhin ihre Mühe (29:12), das änderte sich auch nach einer zweiten Müller-Auszeit in der Mitte des zweiten Durchgangs nicht. Bis zur 18. Minute eilte das TS-Team auf 39:12 davon, erst kurz vor der Halbzeitunterbrechung kam der MTV dank eines 5:0-Laufs noch einmal etwas ran.

Viel besser präsentierte sich Gießen ab dem dritten Quarter, auch eine zwischenzeitliche taktische Umstellung in der Verteidigung zeigte Wirkung (49:43, 30.). In der 35. Minute ging das Müller-Team sogar noch einmal in Führung (54:55), gestattete Frankfurt in der heißen Phase aber abermals einen 9:0-Ansturm (63:57, 38.), der letztlich die Vorentscheidung brachte. »Die Leistung in der zweiten Halbzeit war völlig okay, die Einstellung und der Wille haben gestimmt. Aber unsere erste Hälfte war unterm Strich wirklich gar nichts«, so Müller.

MTV Gießen: Bötz (2), Burghard, Giese (12), Kordyaka (4), Müller (14), Schäfer (7), Til. Scheld, Tiz. Scheld (8), Shala (3), Turudic (13).

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