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Robin Hood aus Hüttenberg

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Gießen (mol). Einmal mehr wichtige Duelle warten am Wochenende in der Männerhandball-Oberliga Hessen auf die heimischen Vertreter, die in ihren Partien allerdings diesmal Heimrecht genießen. Während die HSG Kleenheim-Langgöns nach zuletzt zwei Siegen in Folge weiteren Boden im Tabellenkeller gutmachen will, möchte die Hüttenberger U23 ihre zuletzt so starken Heimauftritte auch gegen den TV Petterweil bestätigen.

HSG Kleenheim-Langgöns - TuS Dotzheim (Samstag, 19.45 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Den ersten Auswärtssieg nach zuvor fünf Niederlagen in den ersten fünf Spielen der Runde feierten die Kleebachtaler im »Vier-Punkte-Spiel« bei Schlusslicht Griesheim und sprangen auf Platz zwölf. Am Wochenende wartet aber nun die nächste wichtige Partie auf die Mannen von Julian Reusch.

Denn an den Neunten TuS Dotzheim - derzeit mit vier Punkten mehr auf dem Konto - könnte sich die HSG mit einem Sieg heranrobben. Der kommende Gegner musste sich in seinen letzten drei Ligaspielen geschlagen geben und reist daher sicherlich nicht mit übergroßem Selbstvertrauen nach Oberkleen. »Das waren gegen Hanau und Griesheim wichtige, ja fast schon existenzielle Siege für uns. Und natürlich wollen wir den Schwung jetzt mit in das letzte Heimspiel des Jahres nehmen und uns mit einem weiteren Erfolg an Dotzheim herankämpfen. Dafür wird es weiterhin wichtig sein, uns weiter zu stabilisieren und eine so gute Deckung zu spielen wie in den letzten beiden Partien«, so Reusch, der zu Dotzheim noch anfügt: »Sie haben mit Maximilian Schubert, der in der Bundesliga und international gespielt hat, sowie mit Johannes Schuhmacher zwei Ausnahmekönner in ihren Reihen!«

Ein Fragezeichen steht derzeit nur hinter dem Einsatz von Mark Weller (Daumen), personell sieht es ansonsten im Lager der Kleebachtaler gut aus.

TV Hüttenberg U23 - TV Petterweil (Sonntag, 16 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg): Wichtige Punkte verpasst hat die Hüttenberger U23 beim TSV Vellmar (23:24) trotz furioser Aufholjagd nach zwischenzeitlichem 11:19-Rückstand. Umso wichtiger ist nun die Heimpartie gegen den TV Petterweil, der derzeit zwei Pluspunkte mehr aufweist und mit dem der Aufsteiger mit einem Sieg gleichziehen könnte. Das Team von Martin Peschke reist allerdings mit zwei Erfolgen in Hanau (27:26) und gegen Obernburg (29:25) im Rücken ins Sportzentrum.

»Wir sind so ein bisschen der Robin Hood der Liga, geben die Punkte den Armen und nehmen sie den Reichen. Daher bin ich aber guter Dinge für das Wochenende, da Petterweil vor uns steht. Es wird aber ein echtes Vier-Punkte-Spiel, in dem wir unseren Heimnimbus weiterwahren wollen«, so TVH-Coach Happel nach zuletzt vier Erfolgen am Stück in eigener Halle.

Alter Bekannter

Dennoch warnt Hüttenbergs Coach vor dem Gegner und weiß, was es für zwei Punkte braucht. »Mit Mario Fernandes kommt ja ein alter Bekannter. Hier gilt es die Anspiele von Jankovic und Koffler, so er denn spielt, zu unterbinden. Mit Pletz haben sie im Rückraum zudem einen echten Hünen. Wir brauchen wieder 100 Prozent, eine aggressive Abwehr und eine bessere Chancenverwertung als in Vellmar!« Freddy Lins und auch Aron Nandzik werden fehlen, zudem konnten Jannis Wrackmeyer und Paul Bährens unter der Woche weitestgehend nicht und Kaspar Krauhausen nur eingeschränkt trainieren.

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