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Rote Teufel als Meister der Effizienz

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Selb (wbe) Gnadenlos effektiv und sportlich sehr erfolgreich: So könnte man derzeit die Situation beim EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 bezeichnen. Nach dem sehr glücklichen 4:2-Heimsieg gegen den ESV Kaufbeuren gewannen die Bad Nauheimer am Sonntagabend beim Neuling Selb mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und verbuchten damit die Saisonsiege Nummer 23 und 24 (bei 37 Spielen) auf ihrem Punktekonto, das inzwischen bereits 71 Zähler aufweist.

Damit sind die Badestädter auf gutem Weg zur direkten Playoff-Qualifikation. Die Vermeidung der Playdown-Runde als erste Saison-Zielsetzung ist bei einem Vorsprung von 31 Punkten auf Platz elf schon zum jetzigen Zeitpunkt praktisch realisiert.

Der sportliche Erfolg geht derzeit bei den Bad Nauheimern allerdings nicht ganz konform mit den spielerischen Leistungen. Das 2:1 beim Schlusslicht war ein reiner Arbeitssieg mit viel Willen, Leidenschaft und einem Felix Bick als dem gewohnt sicheren Keeper.

Nach einem torlosem ersten Drittel sorgte Jordan Hickmott nach Querpass von Jerry Pollastrone für die Gäste-Führung. Die Wölfe antworteten bei der ersten Zeitstrafe für Bad Nauheim in Überzahl mit dem 1:1 durch Nick Miglio.

Im Schlussdrittel leistete sich der Aufsteiger einen kapitalen Fehler und den nutzte der EC prompt aus. Gedankenschnell passte Taylor Vause zu Tristan Keck, der sein Torkonto auf 23 erhöhte. Selb ver-suchte noch, die Partie zu drehen, doch die Badestädter verteidigten ihre knappe Füh-rung bis zum Schluss. »Selb hat uns das Siegen richtig schwer gemacht. Ich bin froh, dass wir dieses enge Spiel für uns entscheiden konnten«, meinte hinterher EC-Headcoach Harry Lange, der seinen Spielern als Belohnung aufgrund der zwei Wochenendsiege zwei freie Trainingstage einräumte.

Personalsorgen

Die sind allerdings auch aus den aktuellen Gegebenheiten heraus notwendig, denn inzwischen ist der Kräfteverschleiß beim EC nicht mehr zu übersehen. Es ist ohnehin erstaunlich, dass die Bad Nauheimer nach dem Ausfall der drei etatmäßigen Verteidiger Eric Stephan, Tomas Schmidt und Huba Sekesi weiterhin Spiel für Spiel eine so starke Defensivleistung abliefern.

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