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Rote Teufel heiß auf Hessenderby

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Bad Nauheim (wbe). Es ist entschieden: Im Viertelfinale der Playoffs in der Deutschen Eishockey-Liga 2 kommt es zum Hessenderby zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies. Auftakt der Serie ist am 16. März.

Im letzten Spiel der Hauptrunde verteidigte der EC Bad Nauheim vor 2022 Zuschauern durch einen 5:3-(2:0, 2:3, 1:0)-Erfolg gegen den EHC Freiburg seinen vierten Rang in der Tabelle. Mit 93 Punkten stellten die Badestädter zudem einen neuen Punkterekord nach der Hauptrunde seit ihrer neunjährigen DEL2-Zugehörigkeit auf.

Bevor es gegen die Breisgauer am Samstagabend los ging, wurde es erst einmal richtig emotional. Unter dem Beifall der Fans wurden Ralf Pöpel und Ladislav Olejnik von EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein geehrt und in die »Hall of Fame« aufgenommen. Leider konnte der frühere Trainer Olejnik aus gesundheitlichen Gründen an der Ehrung nicht persönlich teilnehmen.

Das eigentliche Spiel zwischen dem EC und dem EHC Freiburg wurde im ersten Drittel im Wesentlichen durch die Gastgeber bestimmt. Durch Andrej Bires und Tristan Keck erarbeitete sich der EC innerhalb von knapp drei Minuten auch eine verdiente 2:0-Führung.

Danach die Freiburger wie verwandelt: Der Anschlusstreffer von Philip Feist (22.) wurde von den Fans noch als »kleines Missgeschick« abgetan, aber bereits mit dem 2:2 durch Liam Finlay meldeten die Schwaben ihre Ansprüche an.

Erst recht, als Simon Danner mit einer Willensleistung die Gäste nach 30 Minuten sogar in Führung brachte. Bad Nauheim wirkte kurzfristig konsterniert, doch Torjäger Tristan Keck sorgte in der 33. Minute wieder für neue Zuversicht bei den Hausherren, die dann in Überzahl genau 38 Sekunden später durch Jerry Pollastrone nach Zuspiel von Marc El-Sayed die Begegnung wieder drehten.

Das Schlussdrittel war ein Kampf auf Augenhöhe. Die Breisgauer warfen alles nach vorn und damit ergaben sich auch Kontermöglichkeiten für den EC Bad Nauheim, der allerdings erst 42 Sekunden vor der Schlusssirene durch Stefan Reiter erfolgreich war, als der EHC Freiburg seinen Torhüter Patrik Cerveny vom Eis geholt hatte.

»Wir haben ein sehr gutes erstes Drittel gespielt aber es hat sich wieder gezeigt, dass man eben konsequent bis zum Ende spielen muss, wenn man Erfolg haben will«, meinte hinterher Hugo Boisvert, der den erkrankten EC-Headcoach Harry Lange zum zweiten Mal an der Bande vertrat.

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