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Rote Teufel lassen Huskies ins Leere laufen

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Kassel (wbe) Der EC Bad Nauheim hat sich im Playoff-Viertelfinale in der Deutschen Eishockey-Liga 2 eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in Kassel und am Freitagabend im eigenen Colonel-Knight-Stadion haben die Roten Teufel am späten Sonntagnachmittag im dritten Aufeinandertreffen mit den Kassel Huskies den ersten Sieg eingefahren.

Im Kasseler Eisstadion vor 3814 Zuschauern gelang dem EC Bad Nauheim ein 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)-Erfolg. Jetzt können die Bad Nauheimer bereits am Dienstag (20 Uhr) mit einem Heimsieg im vierten Aufeinandertreffen in der Serie zum 2:2 ausgleichen.

EC-Headcoach Harry Lange hatte vor dem Duell in Kassel einige Veränderungen vorgenommen. Neuzugang Joel Messner verteidigte an der Seite von Eric Stephan und verbannte dadurch Tristan Keck zum Zuschauen. Auch der Langzeitverletzte Andreas Pauli kam zurück ins Team und damit verfügte der EC über vier Sturmreihen, die auch gleich für mächtig Druck sorgten.

Schon nach gut sechs Minuten feierte der Kanadier Joel Messner mit seinem Tor zur Führung einen gelungenen Einstand und nur gut zwei Minuten später erhöhte Jerry Pollastrone mit einem verwandelten Penalty auf 2:0. Kassel wirkte überrascht und benötigte eine Zeitstrafe, um zum Anschlusstreffer zu kommen. Als Mick Köhler auf der Strafbank saß, besorgte Jake Weidner das 1:2. Das Schussverhältnis von 20:6 drückte aber die deutliche Überlegenheit der Gäste aus.

Im zweiten Durchgang kamen die Huskies besser ins Spiel, auch weil sich die Badestädter zwei Unterzahlsituationen hintereinander leisteten. Mit viel Leidenschaft verteidigten die Roten Teufel aber ihren knappen Vorsprung und setzten dann in der 37. Minute durch Mich Köhler mit dem 3:1 ein deutliches Zeichen.

Jetzt mussten die Nordhessen im letzten Drittel alles nach vorn werfen und sie schafften auch durch Jake Weidner den Anschluss. In der letzten Viertelstunde setzten die Huskies alles auf eine Karte, nahmen zwei Minuten vor dem Ende noch Keeper Jerry Kuhn vom Eis, doch die Festung »Bad Nauheim« hielt dem Druck stand.

Der erste Auftritt vor eigenem Publikum im Playoff-Viertelfinale hingegen endete für den EC Bad Nauheim mit einer Niederlage. Vor 3462 Zuschauern unterlagen die Badestädter am Freitagabend den Kassel Huskies mit 3:6 (0:1, 1:2, 1:3). »Die Stimmung war fantastisch und wir haben auch reichlich Energie auf das Eis gebracht, wurden für unseren Einsatz aber nicht belohnt. Das dritte Tor der Kasseler hat uns etwas die Luft genommen und kleine Fehler haben dann die Partie entschieden« meinte ein enttäuschter EC-Headcoach Harry Lange, der hinterher vor allem die mangelhafte Chancenauswertung seines Teams kritisierte

Wie man Zeitstrafen effektiv nutzt, bewiesen die Huskies, als Brett Cameron nach nur 27 Sekunden Überzahl das 1:0 markierte. Bad Nauheim blieb in der Folge das spielbestimmende Team, die Huskies waren auf der anderen Seite immer gefährlich mit ihren Konterattacken und feierten am Ende ein verdientes 6:3.

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