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Rote Teufel rupfen Pinguine

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Bad Nauheim (wbe). Zwei Tage nach dem 7:2-Kantersieg gegen die Heilbronner Falken sorgte der EC Bad Nauheim am Sonntagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 für den nächsten Paukenschlag. Begleitet von 700 Zuschauern in 13 Fan-Bussen feierten die Roten Teufel beim DEL-Absteiger Krefeld Pinguins einen souveränen 4:1-Erfolg. Mit dem dritten Sieg innerhalb von sechs Tagen verbesserten sich die Badestädter auf den sechsten Platz.

»Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft«, war die erste Reaktion von EC-Headcoach Harry Lange nach der Begegnung. »Wir hatten eine richtig gute Woche. Heute Abend hat neben dem Ergebnis aber auch das Spiel gestimmt«, war der Deutsch-Österreicher voll des Lobes für sein Team.

Vor 4411 Zuschauern hatten die Gastgeber zwar die erste große Möglichkeit, doch dann übernahm der EC das Geschehen auf dem Eis. Unterstützt von zwei Powerplay-Situationen bedrängten die Roten Teufel das Krefelder Tor, kamen aber zunächst nicht zum erfolgreichen Abschluss. Erst als die zweite Strafzeit gerade abgelaufen war, stocherte Andreas Pauli die Scheibe zum 1:0 über die Linie. Eine weitere Überzahl-Situation markierte Taylor Vause das 2:0.

Dass sich die Pinguine nach der ersten Pause einiges vorgenommen hatten, zeigte sich direkt nach Wiederbeginn, als Pascal Zerressen nach Vorarbeit von Marcel Müller den EC-Keeper Felix Bick umkurvte und zum 1:2 einschob. Bad Nauheim zeigte sich unbeeindruckt und riss das Geschehen wieder an sich. Gleich mehrere Chancen hatten die Roten Teufel zur Resultatsverbesserung, sodass der knappe Rückstand für den KEV nach dem zweiten Abschnitt sogar noch schmeichelhaft war.

Erwartungsgemäß versuchte der DEL-Absteiger in den letzten 20 Minuten, das Tempo noch einmal zu erhöhen. Aber der EC Bad Nauheim hielt kräftig dagegen. In der 49. Spielminute dann die vorentscheidende Szene, als der EC einen Konter durch Fabian Herrmann auf 3:1 veredelte.

In der Schlussphase setzten die Gastgeber dann alles auf eine Karte und nahmen ihren Torhüter für den sechsten Feldspieler vom Eis. Wie so oft ging diese Entscheidung nach hinten los, indem Jordan Hickmott 30 Sekunden vor der Schlusssirene den Puck zum 4:1-Endstand über die Linie beförderte.

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