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Routinier Easterling stoppt Licher Aufholjagd

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Von: Christian Nemeth

Gießen (cnf). Nicht ganz chancenlos, aber am Ende ohne Zählbares in der Tasche präsentierte sich am Samstag Lich Basketball bei den Sunkings Saarlouis, dem Spitzenreiter der 1. Regionalliga Südwest. Auswärts unterlagen die Mittelhessen mit 78:90 und hatten somit am zwölften Spieltag ihre fünfte Saisonniederlage zu quittieren.

Sunkings Saarlouis - Lich Basketball 90:78

»Wir haben ganz gut angefangen, vielleicht haben die uns etwas unterschätzt«, berichtete LB-Headcoach Viktor Klassen rückblickend. Vor allem Johannes Lischka und Felix Schweizer sorgten aufseiten der Gäste für Offensiv-Akzente, gleichzeitig hatten die Brauereistädter den Sunkings-Leistungsträger Jordan Camper gut im Griff.

Allerdings: Im Dress der Saarländer sprang im ersten Quarter Tom Demmer, der in dieser Sequenz zehn seiner insgesamt zwölf Punkte markierte, in die Bresche. »Den hatten wir vorher nicht auf dem Schirm, der hat die dann im Spiel gehalten«, so Klassen, dessen Farben zur ersten Viertelpause nur knapp mit 19:21 (10.) ins Hintertreffen geraten waren.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ging den Gästen der Faden zwischenzeitlich komplett abhanden, sodass die Heimmannschaft binnen der ersten vier Zeigerumdrehungen - in denen dem Klassen-Team nur ein Zähler vergönnt war - auf 31:23 (24.) davonzog. Nach einer Auszeit fingen sich die Gäste zwar wieder, Saarlouis hatte nun aber erstmal die Nase vorn (50:34, 20.). »Das war zur Pause schon etwas dämpfend. Wir haben aber gesagt, dass wir uns nicht abschlachten lassen wollen«, verriet Viktor Klassen im Nachgang die Stimmung in der Licher Kabine.

Nach der Halbzeitunterbrechung kehrte der angereiste Aufsteiger mit frischem Mut auf den Court zurück. »Ich finde, wir haben im dritten Viertel dann unser bestes Spiel gemacht«, lobte Klassen. Dem LB-Team gelang nun in der Vorwärtsbewegung wieder ein harmonischeres Zusammenspiel, gleichzeitig drehte Lischka, der in diesem Durchgang 13 Punkte beisteuerte, auf. Nach einem Buzzerbeater von Felix Schweizer, abgefeuert von der Spielfeldmitte aus, war Lich Basketball in der 30. Minute wieder auf 59:68 dran.

Nach weiteren Treffern von Hanno Kotulla und Ribbecke verkürzten die Mittelhessen zu Beginn des Schlussakts sogar auf nur noch fünf Punkte. Saarlouis wechselte nun aber wieder seinen US-Leistungsträger Ricky Easterling (31 Punkte) ein, der Lich merkliche Schwierigkeiten bereitete. Vor allem aber traf der Regionalliga-Routinier in der Schlussphase, nach taktischen Fouls der Gäste, durchgehend hochprozentig von der Freiwurflinie - und sicherte dem Primus entsprechend den Heimerfolg.

»Wir haben Moral bewiesen und gekämpft und uns auch selbst gezeigt, dass wir es besser können als in den letzten drei, vier Spielen. Darauf können wir in den nächsten Spielen bis zur Winterpause aufbauen«, so Viktor Klassen.

Lich Basketball: Hoxhallari (7), Chromik, Sann, Kotulla (3), Keller (2), Wagner (7), Schweizer (19), Roith (6), Ribbecke (11), Bölke, J. Lischka (23).

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