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Rückkehr ins Mittelrheintal

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Von: Stephan Dietel

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Für das Team Delta Bike am Start (v.l.): Maximilian Löhr, Noah Jung und Erik Büchele. Foto: Jung © Jung

Bad Salzig/Gießen (didi). Zwischen den Burgen des Mittelrheintals hat sich der mittelhessische Pedalritter Niclas Zimmer von der RSG Gießen und Wieseck einen Podestplatz des 11. sebamed Mountainbike Marathon gesichert. Rekordsieger Noah Jung fiel mit einem Defekt zurück. Die längste Distanz ist für gewöhnlich die 80 Kilometer lange Marathonstrecke.

Diese wurde dieses Jahr allerdings gestrichen, sodass alle hartnäckigen Marathonis auf den Halbmarathon über 46 Kilometer und 1150 Höhenmeter starteten. Der mittelhessischen Delegation um Zimmer und Jung gehörten auch Gerrit Henrich, Luca Adler und Erik Büchele an.

Entscheidung im Zielsprint

Nach dem ersten Anstieg bildete Noah Jung zusammen mit Sascha Starker (Team Stenger Bike) und Björn Tränckner (RSC Wiesbaden) zunächst eine alleinige Führungsspitze. Einer nachfolgenden Tempoverschärfung seitens Starker konnte nur noch der Wiesecker folgen. Tränckner fiel zurück und bekam im späteren Verlauf Gesellschaft von Niclas Zimmer. An der Spitze schien es auf ein uneinholbares Zielsprint-Duell zwischen Jung und Starker hinaus zu laufen. Die letzten sechs Kilometer fuhr Starker wiederum im Alleingang als Sieger nach Bad Salzig. Noah Jung erlitt einen Hinterraddefekt, der ihn komplett ausbremste. Stattdessen lieferten sich Niclas Zimmer und Tränckner ein energisches Sprintduell um Platz zwei, das Zimmer mit nur vier Sekunden Vorsprung gewann. Nur wenige Minuten nach ihnen folgte Erik Büchele auf Gesamtplatz sechs. Als er zuvor seinen Teamkollegen Noah Jung mit Plattfuß erspähte, hielt er an und spendete ihm eine zusätzliche Gaskartusche zur Wiederherstellung eines ordentlichen Luftdrucks. Letztlich rollte Jung mit rund zehn Minuten Rückstand hinter dem Sieger Sascha Starker auf Platz 26 ins Ziel. Sein Vereinskollege Gerrit Henrich (RSG Gießen und Wieseck) belegte Gesamtplatz 14 und durfte sich über einen dritten Platz der Senioren II Klasse freuen.

Für Noah Jung war es die fünfte Teilnahme des Sebamed Bike Day in Folge. Im Jahr 2016 startete er erstmalig auf die Kurzstrecke über 29 Kilometer, die er auch gewann. Bis 2019 folgten drei weitere Siege auf gleicher Distanz. Seit 2018 hält der Wiesecker U23 Fahrer den Streckenrekord mit einer Zeit von 1:06:25 Stunden. In den Jahren 2020 und 2021 pausierte das Event. Im Jahr 2022 wurde die Kurzstrecke vorübergehend auf 26 Kilometer reduziert - und Noah startete nach vier Siegen zur Abwechslung auf der Halbmarathon Distanz über 46 Kilometer.

Erster im Ziel, dennoch verloren

Der Gießener Student Luca Adler befand sich im Verlauf des Rennens in einer dreiköpfigen Gruppe, die sogar noch vor Sascha Starker ins Ziel rollte. Dafür gab es tosenden Applaus, jedoch keine Siegerehrung. Bei Kilometer 30 wurde das Trio falsch geleitet und befand sich bereits nach 40 Kilometern im Ziel. Somit flogen sie aus der Wertung. Maximilian Löhr verpasst Gesamtpodest der Kurzstrecke.

Diese wurde entgegen der vorherigen Austragungen erstmalig von 29 auf 26 Kilometer gekürzt. Dadurch hatte Maximilian Löhr zwar keine Chance, den Streckenrekord seines Delta-Bike-Teamkollegen Noah Jung zu unterbieten, doch dafür die Gelegenheit einer neuen Rekordfahrt. Nach insgesamt 650 Höhenmetern fehlten ihm nur zwei Minuten auf die schnellste Zeit. Die lieferte Maximilian Bender (Team Laufrad Racingbikes Lahnstein) in 1:02:16 Stunden als Sieger der Kurzstrecke vor Paul Nitsche (RSV Sturmvogel Bad Neuenahr-Ahrweiler).

Der dritte Platz stand noch offen. Löhr bog mit zwei Fahrern gemeinsam auf die Zielgerade ein. Es entfachte sich ein impulsiver Sprint, dessen Sieger kaum zu erkennen war. Letztlich ergab die Auswertung einen vierten Platz für Löhr, der nur zwei Hundertstel Sekunden hinter Lukas Ittenbach (German Technology Racing Team) blieb - und fünf Hundertstel Sekunden vor Leo Hack. Einen Podestplatz gab es dennoch für Max Löhr: In der Elite Klasse belegte er Platz zwei.

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