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Rückkehr zur Normalität

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Viel Jubel bei den Reiskirchenerinnen Marie Lang, Lena Arnold und Anna Müller (v.l.), der auch in der kommenden Runde nicht verhallen soll. Foto: Vogel © Vogel

Gießen. Die Frauen der SG Reiskirchen/Saasen und des FC Gießen haben in der Fußball-Gruppenliga das Potenzial, ganz vorne mitzumischen. Der FC, vergangene Saison sang- und klanglos aus der Verbandsliga abgestiegen, dürfte zusammen mit Blau-Gelb Marburg II Topfavorit für die Meisterschaft sein. Den neun Neuzugängen von Eintracht Lollar stehen vier Abgänge gegenüber.

Bei der SG, die den Aufstieg in der vergangenen Spielzeit knapp verpasst hat, bleibt personell im Wesentlichen alles beim Alten.

Jan Becke, der Trainer der SG Reiskirchen/Saasen, ist froh, dass nun wieder eine normale Runde gespielt wird. Den Modus der vorigen Saison nannte er eine Katastrophe. Aufgrund der späten Sommerferien haben die meisten Vereine aktuell Probleme bei der Vorbereitung. Weil viele Spielerinnen Urlaub machten, fielen zahlreiche Testspiele aus. Darunter leidet auch die SG. Der Saisonstart wird nach Ansicht Beckes eine Wundertüte sein, da viele Mannschaften noch nicht eingespielt seien.

Die SG hat mehrere Abgänge in der zweiten Mannschaft zu verkraften. Torjägerin Valerie Wolf ist zwar nach wie vor für die Zweier-SG spielberechtigt, doch studiert diese aber mittlerweile in Bonn und steht somit für Verbandsspiele aktuell nicht zur Verfügung. »Diesen Ausfall mussten wir ja schon fast die ganze vorige Saison kompensieren«, gibt sich Becke aber gelassen. Sieben Spielerinnen rücken aus der eigenen Jugend nach. Für wen es für die erste Mannschaft reicht, wird sich weisen.

Andreas Schmid, seit Montag voriger Woche offiziell Trainer der Gießener Frauen, verfügt über einen 20er-Kader. Mit dem, was er bisher im Training gesehen hat, ist er sehr zufrieden. »Die Mannschaft hat sich schnell gefunden«, sagt er. »Da greifen schon einige Räder ineinander. Die Chemie stimmt.« Schmid, der vorher die zweite Frauenmannschaft bei Eintracht Lollar betreut hat, stellt in der Saisonvorbereitung das Teambuilding in den Fokus. Daneben wird selbstverständlich Kondition gebolzt. Die Favoritenrolle schiebt der Coach Blau-Gelb Marburg II zu, weil die Mannschaft mit drei oder vier Spielerinnen aus der Ersten sicherlich noch stärker ist als in der vorigen Saison, als sie lange Zeit wie der Aufsteiger aussah.

Hisserich rückt ins zweite Glied

Und die Zugänge aus Lollar waren nicht alle Stammspielerinnen im Hessenliga-Team. »Aber wir rechnen uns natürlich auch was aus«, gibt er sich kämpferisch. Lisa Hisserich hegt keinen Groll, dass sie nicht mehr Spielertrainerin beim FC ist. »Das lässt sich zeitlich nicht mit meinem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Sportschule Grünberg vereinbaren«, sagt die 19-Jährige. »Der Druck ist weg. Jetzt kann ich mich wieder auf mein eigenes Fußballspielen konzentrieren«, ergänzt sie.

Zum Saisonstart am kommenden Wochenende gastiert um 17 Uhr die SG Reiskirchen/Saasen beim 1. FSC Ela Malaka Marburg. Das Gießener Gastspiel bei der SG Angelburg wurde indes schon jetzt auf den kommenden Mittwoch (19 Uhr) verschoben.

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