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Rückrunde als Neustart sehen

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Von: Rolf Birkhölzer

Gießen (bir). Die SG Kinzenbach steht auf dem drittletzten Tabellenplatz mit gerade zwölf Punkten mitten im Abstiegskampf. Zum Start in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga Mitte muss die Mannschaft von Peter morgen (Anpfiff 15.30 Uhr) bei einem Verein antreten, gegen den es jahrelang nichts zu holen gab.

SF/BG Marburg - SG Kinzenbach (So., 15.30 Uhr)

Bis zum ersten Spiel der diesjährigen Hinrunde, als das Team aus dem Heuchelheimer Ortsteil nach spektakulärem Verlauf die SF/BG Marburg noch mit 5:3 nach Hause schickte. Dabei lagen die Kinzenbacher schon 1:3 im Rückstand und waren nach dem Platzverweis für Robin Sajonz in Unterzahl, als die Treffer in der Schlussphase innerhalb von sieben Minuten den Umschwung brachten. »Das ist eine der wenigen positiven Erinnerungen der Vorrunde«, stellt SG-Trainer Peter Bätzel leicht frustriert fest, um sogleich die nächste Aufgabe ins Auge zu nehmen: »Wir müssen versuchen, den Beginn der Rückrunde als einen Neustart zu sehen und die noch vier Spiele vor der Winterpause nutzen, um zu punkten. Die Partie in Marburg ist die von der Papierform schwerste Aufgabe, die uns bevorsteht, weil die Sportfreunde über eine der gefährlichsten Angriffsreihen der Liga verfügen, allen voran Sascha Huhn. Wir dagegen haben eine der schwächsten Defensiven, weil wir zu viele Gegentore bekommen haben. Deshalb ist für Sonntag klar, dass es unsere erste Aufgabe ist, die Offensive der Marburger auszuschalten und wir versuchen müssen zu treffen. Aber zuletzt hatte der Gegner am Ende immer ein Tor mehr. Deshalb wäre ich in Marburg auch mit einem Punktgewinn zufrieden.« Mit Huhn haben die Universitätsstädter einen Torjäger in ihren Reihen, der mit 27 Treffern die Liga-Rangliste anführt und auch zuletzt beim 4:4 des Tabellen-Sechsten gegen den RSV Weyer am Donnerstag zweimal traf.

Personell gibt es wenig Neues bei der SG; die Langzeitverletzten Yannik Mohr, Emre Yener und Serkan Akin fehlen weiterhin, der Einsatz der angeschlagenen Gian Nicolai, Laurent Kenne Wa und Sultan Safar ist ungewiss.

Aufgebot Kinzenbach: N. Mohr, Flechtner, Yildirim, Anker, Purdak, Pantke, Ried, R. Sajonz, Schmidt, Jörg, J. Alber, Kipper, P. Sajonz, Güngör, Keller, S. Alber, Kenne Wa, Safar, Nicolai.

TuBa Pohlheim - FC Ederbergland (So. 15 Uhr)

Der Gegner im zweiten Heimspiel in Folge ist mit dem Tabellenzweiten FC Ederbergland noch einmal eine Nummer größer als der letzte Woche, als der FC TuBa Pohlheim sich vom SV Zeilsheim 2:2 trennte, die Punkteteilung allerdings wie eine gefühlte Niederlage empfand. Denn die Gäste waren schon 0:2 im Rückstand und hatten trotz Unterzahl wegen eines Platzverweises noch ausgeglichen. »Ich war sehr verärgert, denn wir standen so kurz davor, die Zeilsheimer in der Tabelle überholen zu können«, ereiferte sich TuBa-Trainer Ibrahim Cigdem, der allerdings schnell nach vorne schaut. Cigdem weiß um die Stärken der Spielgemeinschaft aus Battenberg und Allendorf/Eder: »Ederbergland ist eine disziplinierte Mannschaft, die schnell nach hinten schiebt und schwer aus ihrer Grundordnung zu locken ist. Das sieht man auch an den nur 19 Gegentreffern.« Aber der TuBa-Coach kennt auch die Schwächen seiner Spieler, die besonders beim letzten Remis gegen Zeilsheim offensichtlich wurden. »Unser Problem ist, dass wir zu schnell die Bälle verlieren, außerdem müssen wir mehr Entschlossenheit in den Zweikämpfen zeigen, und die finalen Pässe müssen genauer kommen. Besonders die Einwechselspieler müssen 110 Prozent bringen. Wir müssen alle eine Schippe drauf legen, jedes Prozent macht den Unterschied.«

Vielleicht sollten sich die Pohlheimer an das Hinspiel erinnern, als sie trotz frühem Rückstand ein 3:3 schafften. Personell gibt es keine zusätzlichen Probleme, außer dem Fehlen von Ahmet Marankoz, Mustafa Yaman und Helmut Schäfer ist nur der Einsatz der angeschlagenen Gino Parson und Antonyos Celik fraglich.

Aufgebot TuBa Pohlheim: R. Alpsoy, Alexandre Do Nascimento, Klotz, Sevim, Basmaci, Parson, Jovic, Arslan, Celik, Beyene, Sidon, Rennert, Pektas, N. Alpsoy, Gültekin, Beslen, Krasniq, Bathomene.

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