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Rückschlag auf Rückschlag

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Dutenhofen (flo). Der Start in den so richtungsweisenden November ist den Drittliga-Handballern der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit dem 30:24-Auswärtserfolg bei der DJK Waldbüttelbrunn gelungen. Nun steht bereits das nächste Kellerduell an: Am Samstag (19.30 Uhr) ist die mHSG Friesenheim-Hochdorf II in der Sporthalle Dutenhofen zu Gast. Dabei sind die personellen Sorgen bei den Grün-Weißen noch immer allgegenwärtig.

HSG Dutenhofen/M. - HSG Friesenheim II (Samstag, 19.30 Uhr)

So wirklich fassen kann Axel Spandau das, was auf seine Truppe einprasselt, nicht. »Unter der Woche habe ich mir schon mal gedacht, dass das doch alles nicht wahr sein kann«, sagt der HSG-Trainer. Denn zu den vier Langzeitausfällen Paul Geffert, Tim Lauer, Jonas Müller und Malvin Werth gesellen sich permanent neue Rückschläge.

Spielmacher Lukas Gümbel, der in Waldbüttelbrunn aufgrund von Knieproblemen 60 Minuten lang auf der Bank gesessen hatte, ist zumindest ins Training zurückgekehrt. »Es besteht die Chance, dass er spielt«, sagt Spandau. Weniger wahrscheinlich ist das bei Simon Böhne: Der Torwart, der seine Wichtigkeit seit seiner Rückkehr von einer Gehirnerschütterung Spiel für Spiel unter Beweis gestellt hat, ist umgeknickt und droht auszufallen.

Ob denn in Anbetracht der vielen Ausfälle und des dezimierten Rückraums Verstärkungen angedacht seien? »Wir haben nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten, um da noch eine sinnvolle Nachverpflichtung zu tätigen«, sagt der Sportliche Leiter Andreas Klimpke. »Deshalb haben wir bei unseren Kooperationspartnern angefragt, ob wir personelle Unterstützung erhalten können. Das war leider insofern ernüchternd, als dass wir die Rückmeldung bekommen haben, dass dazu keine Möglichkeit besteht.«

Beim Gegner stellt sich das anders dar. Mit dem erst- und zweitligaerfahrenen Mittelmann Max Neuhaus hatte die mHSG zuletzt zwei Mal einen Akteur des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen an Bord - und setzte sich auch dank der Klasse des 23-Jährigen gegen Saarlouis (23:22) und Kirchzell (37:26) durch. Mit 8:12 Punkten sind die Baden-Württemberger nun Rangzehnter. »Neuhaus ist überragend im Eins-gegen-Eins, spielt gut mit dem Kreis und gibt ihnen in der Deckung Stabilität«, weiß Spandau - und hofft, dass der Unterschiedsspieler am Samstag zeitgleich mit den Eulen beim TV Hüttenberg aufläuft.

So oder so: »Wir haben ein Heimspiel gegen eine Mannschaft, die wir durchaus schlagen können. Aber dafür muss jeder an seine Leistungsgrenze gehen«, betont der HSG-Trainer. Logisch, dass die Grün-Weißen in dieser wichtigen Partie auch auf dem Heimvorteil setzen.

Zu den letzten beiden Partien in Dutenhofen kamen aber gerade einmal 150 bzw. 200 Zuschauer. »Wir können uns das selbst nicht erklären«, rätselt Klimpke. Spandau sagt: »Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass wir mehr Unterstützung für unsere junge Mannschaft haben.«

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