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Rückschlag in Krefeld

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Am Ende nur auf Rang 14: Das Team aus Gießen (vorn). Foto. Eric Baumann © Red

Gießen (red). Dass das Rennwochenende nicht leicht werden würde, war Trainer Koppmann schon vorher klar. Dass seine Ruderer am Ende des Bundesliga-Renntages in Krefeld aber auf Platz 14 landen würden, hätte er sich aber nicht ausgemalt. Gegenwind und Wellen bereiteten der immer noch krankheitsgeschwächten Mannschaft des Gießen-Achters schon beim morgendlichen Zeitfahren Schwierigkeiten.

Vom ersten Schlag an fanden die Gießener nicht in ihren Rhythmus. Hannover dagegen konnte zur Streckenhälfte einen Luftkasten Vorsprung herausfahren, den sie bis ins Ziel verteidigten. Gießen reihte sich mit der zehntschnellsten Zeit nur im Mittelfeld ein.

Im Achtelfinale wartete dann der Achter aus Mainz auf die Hessen. Mit einem explosiven Start legten sich die Gießener früh vor das Boot vom Rhein und fuhren sich einen komfortablen Vorsprung heraus. Doch die Mainzer gaben sich nicht geschlagen. Ab der Streckenmitte kämpften sie sich Schlag für Schlag wieder heran. Mit einem frühen Endspurt versuchten die Gießener dagegen zu halten. Bugball an Bugball schossen die beiden Boote über die Ziellinie. Mit bloßem Auge war der Vorsprung nicht zu erkennen, doch das Zielfoto brachte den ernüchternden Beweis: Gießen hatte mit wenigen Zentimetern Rückstand verloren. Damit ging es nur noch um die untere Tabellenhälfte.

Im Viertelfinale trafen die Ruderer von der Lahn dann auf das Team aus Witten. Schon der Start misslang deutlich. Der Tabellensechzehnte nutzte die Chance sofort. Schon nach 200 Metern hatten sie sich einen Luftkasten Vorsprung herausgefahren und brachten diesen ungefährdet über die Ziellinie, ehe im Halbfinale der Lokalmatador aus Krefeld in den Startblöcken wartete. Die Gießener waren nach drei verlorenen Läufen bedient und die Stimmung in der Mannschaft denkbar schlecht. Doch dann packten sie ihren ganzen Frust in den Start. Vom ersten Schlag kamen sie gut weg und setzten sich früh vor Krefeld. »Das war der beste Start des Tages. Endlich sind wir so kompakt gefahren, wie wir es wollen«, sagte Ruderer Felix Weber nach dem Rennen. Als ob sie sich selbst beweisen wollten, dass sie es noch können, verteidigten sie ihren Vorsprung und kamen mit einem Bugkasten Vorsprung klar als erste über die Ziellinie.

Trotzdem ging es im Finale nur noch um die Plätze 13 und 14. Wieder verpatzten die Gießener ihren sonst so starken Start. Bremen kam dagegen gut raus und fuhr sich so schnell einen kleinen Vorsprung heraus. Mit einem früh angesetzten Endspurt kamen die Gießener zwar heran, doch die Hanseaten retteten ihren Vorsprung über die Strecke. Wieder einmal war Johannes Birkhan war ratlos: »Wir sind heute mit angezogener Handbremse gefahren«, bilanzierte der Schlagmann des Gießener Achters. Mit Platz 14 beendeten die Hessen den Renntag in Krefeld klar hinter ihren eigenen Erwartungen.

Für die letzte Regatta in zwei Wochen werden sich die Ruderer was einfallen lassen müssen.

In Krefeld ruderten Michel Dronka, Nils Braden, Nico Weber, Michael Wieler, Stephan Wahner, Fabian Kröber, Felix Weber, Johannes Birkhan, Sven Keßler, Sven Förster, gesteuert von Marina Warncke.

Münster holte sich zum vierten Mal in Folge die Goldmedaille und baute seine Tabellenführung vor Mülheim, Hannover und Hamburg aus. Dahinter folgen Osnabrück, Mainz, Berlin, Hameln, Frankfurt und Minden. Gießen fällt von Platz neun auf Platz 11 zurück, vor Leipzig, Bremen, Krefeld und Hanau. Witten/Bochum, Kassel und das Team Rheinland Süd blinden den Tabellenschluss.

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