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Rüdiger leitet frohe Botschaft ein

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Dutenhofen (flo). Es ist freilich nur eine Momentaufnahme, aber zugleich auch eine Botschaft. Aller personellen Widerstände zum Trotz sind die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen durch den 31:27 (13:12)-Heimerfolg gegen die mHSG Friesenheim-Hochdorf II auf den zehnten Tabellenplatz vorgerückt.

HSG Dutenhofen/M. - mHSG Friesenheim 31:27

Jenen Rang also, der am Ende der Saison den Klassenerhalt bedeuten würde. Durch zwei Siege am Stück - das gelang erstmals in dieser Spielzeit - haben die Grün-Weißen im Abstiegskampf wichtigen Boden gut gemacht.

»Das war echt ein extrem wichtiges Spiel«, atmete Trainer Axel Spandau auf. Ein Spiel, das schlussendlich auf wenige Minuten zusammenschrumpfte. Denn es steht außer Frage, dass sich diese Begegnung im Grunde binnen gut zwei Minuten entschied. Just in einer Phase übrigens, als das ohne Zweitliga-Aushilfe Max Neuhaus angereist Friesenheim-Hochdorf drauf und dran war, die Partie zu kippen, als die Gäste erstmals seit der Anfangsphase ausgeglichen hatten.

Dann aber nahm erst der unter der Woche noch fragliche Torwart Simon Böhne, der zuvor in Hälfte zwei nur selten eine Hand an den Ball und deshalb eine kurze Pause bekommen hatte, eine freie Chance weg. Im Gegenzug besorgte Rechtsaußen Tim Rüdiger, der bei neun Versuchen starke acht Mal einnetzte, das Tempogegenstoß-23:21 (47.). Zwei weitere Ballgewinne der Deckung nutzten die Grün-Weißen ebenso kompromisslos für die erste Welle - und setzten sich auf 25:21 (48.) ab. »Das war die Phase, die für uns der Siegbringer war«, befand denn auch Spandau, dessen Mannschaft diesen Vorsprung nicht mehr in Gefahr geraten ließ.

Schon in der ersten Hälfte hatten sich die Mittelhessen mit einem sehr konzentrierten Start eine 7:3-Führung (12.) erarbeitet. Danach aber musste erst Rückraumakteur Erik Irle mit einer Schulterverletzung raus. Eine Fortsetzung der schier unglaublichen Verletzungsmisere droht. »Es ist vermutlich nichts Gutes«, so der HSG-Coach. Dann ließ die HSG zu viele Chancen aus, weshalb sie zur Pause nur mit 13:12 vorne lag. Um die Defensive stabil zu halten, wurde nach Wiederbeginn etwas improvisiert. Mal griffen die Grün-Weißen mit zwei Kreisläufern an, mal vollzogen sie einen zweifachen Abwehr-Angriff-Wechsel.

Dennoch: Bis zum 17:14 (38.) war die Spandau-Sieben um den unermüdlich antreibenden Mittelmann Leon Boczkowski, der ausschließlich im Angriff spielte und dort zu den Besten zählte, voll in der Spur. Doch eine Schwächephase sorgte dafür, dass beim 21:21-Zwischenstand (46.) um Zählbares gebangt werden musste. Ehe die Gastgeber binnen kürzester Zeit die Weichen auf Sieg stellten.

Dutenhofen/M.: Böhne (1), Knop (43. - 46.); Gümbel, Hoepfner (3), Boczkowski (6), Lindenstruth, Belter (4/4), Bremond (5/1), Datz, Irle (2), Rüdiger (8), Werth, Steinmüller, Okpara (2), Spandau.

Friesenheim-Hochdorf: Peribonio, Schwenken; Kruse (1), Sorda (1), Winkler (3), Ilic (7), Maier (3), Dorra (8/2), Haas, Friedmann (3), Hansen (1).

Schiedsrichter: Bendel/Schulter-Coerne (Dortmund/Wickede) - Zuschauer: 200 - Zeitstrafen: drei (Werth zwei, Okpara); zwei (Ilic, Sorda) - Siebenmeter: 7/5:3/2.

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