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Russland, Kirgisistan und Ukraine

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Oleg Pritualec freut sich mit den Geschwistern Aylin und Karina Sydykova über deren Erfolge. © Blau-Gold Gießen

Gießen (red). Die Judoka der TSG Blau-Gold Gießen waren ordnetlich Richtung Osten unterwegs und holten bei zum Teil renommierten Wettkämpfen viel Edelmetall.

Kasan, die Millionenstadt an der Wolga, war dabei die Station des Blau-Gold Judoka Alihan Nagimulin. Die 700 km östlich von Moskau gelegene Tatarenhauptstadt ist eine Hochburg im russischen Judosport und richtet regelmäßig neben internationalen Meisterschaften auch Nachwuchsturniere aus. Nagimulin nutzte einen Besuch in der Geburtsstadt seiner Eltern. um dort einen Wettkampf zu bestreiten. Von 21 Teilnehmern in der Altersklasse U15 bis 46 kg setzte sich der Gießener bis ins Finale durch und gewann nach einen umkämpften Sieg gegen den Lokalmatadoren den Pokal.

Warm anziehen hieß es für die Blau-Goldenen bei ihrem Trip in das 6000 km entfernten Bischkek, der Hauptstadt von Kirgisistan. Nicht nur ein Schneesturm in Istanbul mit Flugumleitungen und zweistellige Minusgrade in der Republik in Zentralasien begleitet von Stromausfällen machte der Gießener Gruppe zu schaffen, auch die 305 Teilnehmer bei den Landesmeisterschaften präsentierten sich in starker Form. Begleitet von Trainer Oleg Prituleac hatten die Geschwister Aylin und Karina Sydykova als Staatsangehörige die Möglichkeit, an den Landesmeisterschaften U18 im Sportpalast der Millionenstadt teilzunehmen und sich für internationale Wettkämpfe zu qualifizieren.

Karina Sydykova kämpfte in der Klasse bis 52 kg gegen 20 Teilnehmerinnen und sorgte für eine Sensation. Sie gewann nicht nur ihre fünf Kämpfe vorzeitig durch Ippon, durch Wurf- oder Haltetechnik, sondern besiegte auch im Viertelfinale die amtierende Landesmeisterin Atlanta Ularbekyzyna. Im Finale wartete eine schier übermächtige Gegnerin. Die 18-jährige Amanturova Kyial war klare Favoritin, hatte sie doch zuvor den Titel U21 gewonnen. Die Gießenerin ließ sich davon nicht beeindrucken, präsentierte sich angriffslustig und lieferte ihrer Gegnerin umkämpfte vier Minuten auf der Matte. Ein knapper Punktsieg und der Gewinn der Landesmeisterschaft sowie die Qualifikation zur Asien- und Weltmeisterschaft war der verdiente Lohn für die Deutsche Meisterin.

Ihre Schwester Aylin startete in der Meisterschaft U 14 bis 48 kg gegen 20 Gegnerinnen ebenfalls furios, traf im Viertelfinale allerdings auf die spätere Siegerin Bakytova Aelina, der sie alles abverlangte und eine Verlängerung erkämpfte, in der sie knapp unterlag. Im kleinen Finale verlor sie durch Punktentscheid knapp gegen die starke Titelverteidigerin Milana Ernisova und verpasste so die Bronzemedaille.

Etwas Bauchschmerzen hatte Blau-Gold Vorsitzender Bernhard Zirkler, als seine Judoka für das internationale Jugendfestival U 15 in der Ukraine melden wollten. Schließlich ließ er sich überzeugen und Trainer Oled Prituleac machte sich mit Aylin Sydykova, Iana Prituleac und Leon Ganza auf die Reise nach Kiew. In dem mit 294 Teilnehmern besetzten Turnier erreichten alle drei Gießener Judoka Medaillenplätze. Aylin Sydykova die Bronzemedaille von 13 Teilnehmerinnen bis 48 kg, Iana Prituleac Silber von 12 Teilnehmerinnen bis 40 kg und Leon Ganza eine Bronzemedaille von 13 Teilnehmern bis 42 kg. Und dann kehrten sie nach Gießen zurück.

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