SC Viktoria Nidda hat ein Torhüterproblem

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NIDDA - Der SC Viktoria Nidda hat ein Torhüterproblem. Das wissen (spätestens) seit dem vergangenen Sonntag auch die Konkurrenten des Fußball-Gruppenligisten. Es lief die 75. Minute im ersten Saisonspiel, als Ovidiu Popa nach Beleidigung eines Gegenspielers vom Platz flog und Stürmer Garik Rafaelyan für den Rotsünder die Handschuhe anzog. "Plötzlich standen wir da und schauten uns alle ungläubig an.

Weil wir keinen weiteren Schlussmann im Kader hatten, musste ein Feldspieler dran glauben. Garik, der eigentlich unsere Tore schießen soll, erklärte sich schließlich bereit", schildert Trainer Ferdi Özcan. Besonders bitter: Die fortan in Unterzahl spielende Viktoria gab eine 2:0-Führung aus der Hand und spielte am Ende 2:2 gegen die SG Nieder-Roden. "Dieses Unentschieden fühlte sich an wie eine Niederlage, weil der Gegner bis zu Popas Blackout nicht eine richtige Torchance hatte", ärgert sich Özcan.

Dass ausgerechnet am vergangenen Sonntag kein weiterer Schlussmann auf der Niddaer Ersatzbank saß, hatte mehrere Gründe. Samet Akbal, in der letzten Saison die Nummer eins zwischen den Pfosten, weilte im Urlaub. Die B-Team-Torhüter Ilker Aras und Sefa Özkaplan fehlten verletzt.

"Diese Probleme hatten wir schon während der Vorbereitung auf die Runde. Popa war fast einen Monat lang im Urlaub, Akbal hatte Knöchelprobleme. Wir trainierten wochenlang ohne Torhüter, konnten nie ein richtiges Abschlussspiel machen. Das war für alle frustrierend", betont Özcan, der deshalb auch nicht sagen kann, wer seine Nummer eins im Gruppenliga-Team ist. "Es gab zuletzt keinen Zweikampf um den Torhüterposten, weil immer mindestens einer fehlte."

Am kommenden Wochenende steht der gesperrte Popa auf der Ausfall-Liste. Das Glück des Trainers: Akbal kehrt rechtzeitig aus dem Türkei-Urlaub zurück und wird am Sonntag für das Auswärtsspiel beim VfB Oberndorf zur Verfügung stehen.

Beim in der B-Liga spielenden B-Team sieht es nicht besser aus. Sefa Özkaplan und Ilker Aras fehlen weiterhin verletzt. "Deshalb haben wir kurzerhand Jan-Phillip Schulze verpflichtet, der in den vergangenen drei Jahren pausierte", so Özcan. Davor war Schulze für die SG Utphe/Trais-Horloff/Inheiden im Kreis Gießen aktiv.

"Jan-Phillip Schulze ist zwar ab sofort spielberechtigt und wird unserer zweiten Mannschaft für das nächste B-Liga-Spiel zur Verfügung stehen. Entspannt hat sich die Lage trotzdem noch nicht, weil am kommenden Wochenende jedem Team der Viktoria nur ein Keeper zur Verfügung steht", weiß Vorstandsmitglied Sascha Kopp.

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