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Schappert erwartet kein Offensivspektakel

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Waldgirmes (rma). Ein 4:0-Auswärtssieg in Unterflockenbach. Dann ein verdienter Punkt beim 1:1 gegen Stadtallendorf. Und unter der Woche ein souveräner 3:1-Hessenpokalsieg bei der klassentieferen SG Kinzenbach mit einem Doppelpack des früheren Bickeners Fabian Bräuer. Ob das fußballerische Konstrukt des Fußball-Hessenligisten SC Waldgirmes absolut stabil ist oder immer noch recht fragil bleibt, ist aus zwei Gründen schwer zu beurteilen.

Erstens geht es aufgrund von Erkrankungen, Sperren und Verletzungen oder auch aufgrund von Rückkehrern in den Kader personell beinahe zu, wie auf einem Verschiebebahnhof. Und zweitens folgt am Samstag die Partie beim hochmotivierten 1. FC Erlensee, der stärker ist, als es der durchwachsene Saisonstart aussagt.

1. FC Erlensee - SC Waldgirmes (Sa., 16 Uhr)

»Ich bin froh, dass wir Felix Erben wieder dabei haben. Der weiß, wo das Tor steht«, betont SC-Trainer Mario Schappert, der auch Max Schneider und Henry Erler wieder im Kader hat. Ob die an Corona-Spätfolgen laborierenden Karl Cost und Claudius Fürstenau einsatzfähig sind, ist unklar. Definitiv fehlen werden der gesperrte Kian Golafra sowie die Angreifer Maximilian Wiesner und Natnael Tega. »Das wird kein Offensivspektakel von uns. Wir müssen auf die Konter der Gastgeber aufpassen, die brandgefährlich sind«, warnt Schappert.

Angst jagte der Tabellenfünfte der vergangenen Aufstiegsrunde aber zuletzt kaum jemandem ein. Das zweite Jahr am »Fliegerhorst« scheint schwerer zu werden. »Wir können und müssen besser Fußball spielen. Und wir sollten weniger Gegentore kassieren. Bei uns fehlen im Moment die letzten zwei, drei Prozent, die wir in der Vorsaison mobilisiert haben«, verrät Erlensees Trainer Jochen Breideband. Den SC Waldgirmes beschreibt der hauptamtlich beim Deutschen Fußball-Bund tätige Coach als »ein etabliertes Hessenliga-Team, gegen das man im Kopf in jeder Sekunde hellwach sein muss«.

Dieses Kompliment gibt Mario Schappert gern zurück: »Dass der 1. FC aus den letzten vier Spielen nur zwei Punkte holte, wird die gegen uns nur noch mehr anstacheln. Das ist eine funktionierende Mannschaft, die ein unglaublich guter Teamspirit auszeichnet.«

Nach den 90 Minuten im Main-Kinzig-Kreis wird aus Sicht der Lahnauer in jedem Fall ein Erkenntnisgewinn stehen. Und die Frage beantwortet sein, ob ein positiver Trend vorliegt oder ob der Waldgirmeser Verschiebebahnhof einfach noch mehr Zeit benötigt, um jeden Waggon auf das richtige Gleis zu bringen.

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