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»Schauen darauf, was die Gießener so machen«

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Von: Thomas Suer

Gießen (tsu). Drei Spielzeiten gehörte der FC Gießen der Regionalliga Südwest an. 2020/21 absolvierten die Rot-Weißen ihre mit Abstand beste Viertliga-Saison und wurden am Ende starker Elfter im Mammut-Feld von 22 Clubs. Bestandteil dieses Teams war auch Andrej Markovic, der über weite Strecken zur Anfangsformation zählte und wohl noch mehr Startelf-Einsätze bekommen hätte, ware er nicht von Februar bis April verletzt ausgefallen.

Gleichwohl konnte sich der heute 24-Jährige nicht mit den FCG-Verantwortlichen um Trainer Daniyel Cimen auf eine Vertragsverlängerung einigen. Letztlich heuerte der Abwehrmann Ende August 2021 bei Eintracht Stadtallendorf an und bereut diesen Wechsel nicht: »Ich bin dort glücklich und fühle mich sehr wohl. Dragan Sicaja ist ein Trainer, der voll auf mich setzt.«

Der FCG musste einen Total-Umbruch vornehmen. Hätten Sie es für möglich gehalten, dass Gießen kurz vor Abschluss der Vorrunde die Tabelle anführt?

Für mich ist das keine große Überraschung. Mir war klar, dass Daniyel Cimen etwas Gutes daraus macht. Und wenn man den Kader jetzt sieht, zum Beispiel mit Michael Fink und den beiden Stürmern Michael Gorbunow und Leonid Akulinin, dann ist das schon sehr ordentlich.

Häufig wird gesagt, auch ein Spitzenteam müsse einmal eine Schwächephase durchmachen. Diese Durststrecke müsste Stadtallendorf hinter sich haben, oder?

Das hoffe ich. Wir hatten bis zum Oktober eine ordentliche Siegesserie und haben auch ordentlich gespielt. Dann kam dieser Knick, aus dem wir uns aber wieder herausgekämpft haben. Wir haben gut gearbeitet und der Pokalsieg gegen Gießen war ein Push für uns in Sachen Selbstbewusstsein. Das war das Erfolgserlebnis, das wir gebraucht haben.

Insgesamt spielen fünf frühere Gießener bei der Eintracht. War das Spiel ein großes Gesprächsthema?

Doch schon. Generell schauen wir darauf, wie die Gießener so spielen und was sie so machen. Wir alle freuen uns sehr auf das Spiel.

Beim 1:0 im Hessenpokal gewann Stadtallendorf mit etwas Glück. Ist eine Leistungssteigerung notwendig, um den Platz erneut als Sieger zu verlassen?

Ich denke schon, dass wir uns steigern müssen. Spielerisch muss etwas mehr gehen, die Qualität haben wir. Das gepaart mit Aggressivität und Laufbereitschaft, dann habe ich ein gutes Gefühl.

Aktuell ist Stadtallendorf Sechster. Das wäre als Endplatzierung zu wenig?

Auf jeden Fall, wir haben höhere Ansprüche. Wir wollen unbedingt jedes Spiel gewinnen, und ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende nicht Sechster werden.

Trauen Sie es Gießen zu, die Tabellenspitze bis zum Schluss zu verteidigen?

Es ist zwar eine lange Saison. Aber wenn sie mit der Konstanz weitermachen, sind die Aussichten nicht schlecht.

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