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Ganz lässig kontrolliert er die Kugel: Kevin Rennert, zurück bei TuBa Pohlheim, hat großen Anteil an der Offensiv-Ausbeute.

Hinrunden-Bilanz

Schlechter Start kein Hindernis

Der FC TuBa Pohlheim ist turbulent in die Saison der Fußball-Verbandsliga Mitte gestartet. Dennoch überwintert die Elf von Sherwin Rahmani auf Rang vier.

Pohlheim. »34 Punkte sind ein ordentliches Ergebnis, wir haben eine gute Hinrunde gespielt, Kompliment an die Mannschaft, sie kann stolz sein!« Es hört sich sehr zufrieden an, wenn Trainer Sherwin Rahmani auf die Bilanz der letzten 17 Spiele seiner Verbandsliga-Fußballer des FC Turabdin-Babylon Pohlheim zurückblickt. Rückkehrerv Rahmani ist bereits der dritte Trainer bei TuBa in dieser Runde.

Nachdem er letzte Saison das Amt aus beruflichen Gründen abgegeben hatte, kam anschließend Volker Münn. Der Ex-Profi von Eintracht Frankfurt saß aber nur ein Spiel auf der TuBa-Bank. Nach dem Auftakt mit der 1:3-Heimniederlage gegen den SV Niedernhausen eskalierte die Situation, als der eingewechselte Angreifer Kevin Rennert nach dem Schlusspfiff Münn frustriert zurief: »Am kommenden Sonntag stehe ich nicht zur Verfügung, und deine Zeit hier ist in spätestens 14 Tagen vorbei.« Münn erwartete daraufhin Konsequenzen für Rennert seitens der Club-Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Christian Memmarbachi, die allerdings ausblieben.

Am nächsten Tag verkündete der Verein die »einvernehmliche Trennung« vom gerade verpflichteten Trainer. Für drei Spieltage übernahmen die Spieler-Routiniers Gino Parson und Pierre Chabou das Coaching, und hatten mit dem 1:4 beim VfB Marburg einen weniger gelungenen Einstand, siegten aber anschließend 2:1 gegen die SpVgg. Eltville und holten beim 1:1 in Schwanheim zumindest einen Punkt.

Vier Punkte nach vier Spielen, ein eher enttäuschender Start für eine Mannschaft, die aufgrund ihrer personellen Besetzung mit erfahrenen und bewährten Kräften wie den Torjägern Kevin Rennert und Ahmed Marankoz sowie den Routiniers Pierre Chabou, Sven Kusebauch, Nelson Delzer, Gino Parson und Helmut Schäfer nach dessen zweijähriger Verletzungspause vor der Runde nicht zu Unrecht zu den Aufstiegsanwärtern gezählt worden war.

Die Konsequenz war, dass Rahmani (»Der Verein liegt mir am Herzen«) zurückkehrte und das Kommando übernahm. Und er feierte mit dem 4:1 gegen den FV Biebrich, wenn auch erst in der Schlussphase erzielt, einen gelungenen Einstand, dem eine Erfolgsserie mit nur noch einer Hinrunden-Niederlage beim 0:2 gegen den FC Ederbergland folgte. Mit 34 Punkten liegen die Pohlheimer derzeit als Tabellenvierter nach zehn Dreiern, vier Remis und drei Niederlagen neun Punkte hinter Spitzenreiter TSV Steinbach II. »Die Steinbacher haben eine herausragende Hinrunde gespielt, sind 17 mal ungeschlagen geblieben und liegen deshalb auch verdient vorne«, zollt Rahmani der Regionalliga-Reserve aus Haiger Respekt und sagt angesichts der eigenen Ambitionen Richtung Tabellenspitze: »Wir schauen von Spiel zu Spiel.«

Ganz vorne in der Liga liegen die Pohlheimer mit 45 Treffern bei den erzielten Toren, wobei Marankoz und Rennert mit je 13 Treffern, die Platz zwei im Torschützen-Ranking der Liga bedeuten, großen Anteil haben.

»Wir haben viele gute Spiele gemacht, aber das letzte beim SC Waldgirmes II werde ich wohl nie vergessen, sowas habe ich vorher noch nicht erlebt«, denkt Sherwin Rahmani kopfschüttelnd und erheitert an den 6:5-Sieg Anfang Dezember bei den Lahnauern. Dort führte TuBa bis zur 62. Minute scheinbar uneinholbar 5:1, ehe Waldgirmes in der 81. Minute den 5:5-Ausgleich schaffte. Aber Marankoz sorgte in der 86. Minute noch mit seinem dritten Tor an diesem Tag für das 6:5 und den zehnten Hinrunden-Dreier des Rahmani-Teams - und damit für einen erfolgreichen Hinrundenabschluss, für den auch der schlechte Start kein Hindernis war.

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