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Schlüsselspiel in der Risikogruppe

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Dutenhofen (flo). Das Wörtchen Abstiegskampf mag Axel Spandau nicht sonderlich. Obwohl sich seine Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in der 3. Liga Süd-West zweifelsfrei in selbigem befinden, nutzt der 59-Jährige lieber eine andere Vokabel. Nämlich: Risikogruppe. »Die Risikogruppe«, sagt Spandau also, »ist mittlerweile größer geworden.« Neben seiner Mannschaft zählt etwa auch die HG Saarlouis dazu, bei der die Grün-Weißen am Samstag (19.

30 Uhr, Stadtgartenhalle) zu Gast sind.

HG Saarlouis - HSG Dutenhofen/M. (Samstag, 19.30 Uhr)

Nachdem alle Teams mindestens die ersten vier, zu weiten Teilen auch schon fünf Partien der Rückrunde hinter sich gebracht haben, lässt sich festhalten: Es ist kuschelig geworden zwischen Platz sieben und Rang zwölf. Den Siebten Saarlouis (17:19) und den Zwölften TV Kirchzell (13:23) trennen gerade einmal vier Punkte. Dazwischen befinden sich noch der VfL Gummersbach II (17:17), Dutenhofen/Münchholzhausen (16:20), die VTV Mundenheim (15:19) sowie die mHSG Friesenheim-Hochdorf II (14:20). Alle haben das Ziel, zum Ende der Hauptrunde Mitte April oberhalb von Relegationsplatz elf zu stehen, um den Klassenerhalt in der Tasche zu haben.

Das Hinspiel dürfte beim Spandau-Team keine guten Erinnerungen wecken. Denn zuhause handelten sich die Grün-Weißen gegen Saarlouis eine 25:37-Abfuhr ein. Ob da Wiedergutmachung angesagt sei? »Nein, für solche Sachen bin ich schlecht zu haben«, sagt der HSG-Coach. Ohnehin: Retrospektiv war das Saarlouis-Debakel ein Wendepunkt für die Mittelhessen, die sich danach sukzessive stabilisierten und von den bis dato nachfolgenden zwölf Partien nur noch vier verloren.

Nun also wieder die HG Saarlouis. »Bis vor wenigen Wochen wäre das ein Spiel gewesen, in dem es darum geht, ungeschoren rauszukommen«, sagt Spandau. Doch die Dinge haben sich verändert. Denn zum Jahresstart haben die Saarländer die direkten Duelle gegen Mundenheim (24:26) und in Kirchzell (35:37) in den Sand gesetzt. »Damit hätte ich nie gerechnet«, wundert sich der HSG-Trainer. »Im Hinspiel haben wir deren Krisenstimmung voll abbekommen. Ich hoffe, das wird diesmal nicht so sein und sehe schon eine kleine Chance für uns, dort etwas hinzubekommen.«

Die Qualität der HG steht dabei außer Frage - selbst ohne den ausfallenden Mittelmann Frano Vujovic (Fingerbruch). Im Rückraum etwa garantieren die beiden Halben Marcel Becker (113/17 Tore) und Tom Paetow (87/7) die nötige Durchschlagskraft.

Hoher Druck

Aber womöglich haben die Grün-Weißen auf einer anderen Ebene Vorteile gegenüber dem langjährigen Zweitligisten. »Wir müssen schauen, was passiert, wenn Saarlouis am Ende Druck hat, also wenn wir entweder führen oder zumindest dran sind«, sagt Spandau, der noch um den Einsatz von Kreisläufer Maduwuike Okpara (krank) bangt. »Denn wir sind es gewohnt, in diesen Regionen zu spielen, wir kennen diesen Druck. Ich weiß nicht, ob das bei Saarlouis angesichts ihrer eigentlichen Ambitionen auch so ist.«

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