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Schmitt im »Aktuellen Sportstudio«

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Zu Gast beim ZDF: Der Biebertaler Niklas Schmitt (links) mit Moderator Sven Voss und Manuel Riemann (rechts). © Imago

Biebertal. Es war der 24. Februar 2022 und die FSG Biebertal trat nach einem Unwetter auf einem fast unbespielbaren, matschigen Platz zu einem Freundschaftsspiel gegen die SG Münchholzhausen/Dutenhofen II an. Im Vorfeld der Partie hatte es sintflutartig geregnet und geschneit, so wie das im Februar eben durchaus noch passieren kann.

Niklas Schmitt bekam in der 86. Minute dieser Partie, 25 Meter vom Tor entfernt, nach einer unglücklich abgewehrten Flanke den Ball. Schmitt beschreibt sein Tor wie folgt: »Ich habe dann erstmal versucht, den Ball zu kontrollieren auf dem schwierigen Platz und ihn dann einfach versucht, aufs Tor zu bringen. Ich hab dann ziemlich schnell gemerkt, dass ich ihn ganz gut getroffen habe. Der Torwart stand etwas weit vor seinem Tor. Dementsprechend hat der Ball sich dann ins lange Eck gesenkt und war drin.«

Niklas Schmitt ist 24 Jahre alt und spielt seit der E-Jugend in Biebertal, vor der FSG in der Jugendabteilung bei der JSG Biebertal. Er ist zur Zeit ledig und wird am Ende seines Studiums den Titel Diplom-Finanzwirt tragen.

Das Tor hat das ZDF auf den Plan gerufen und Schmitt wurde ins Aktuelle Sportstudio nach Mainz eingeladen, um dort gegen den Studiogast an der Torwand anzutreten. Dort war sein Gegner Manuel Riemann, Torwart des VfL Bochum. »Es war cool, Manuel Riemann mal kennenzulernen. Es war ein sehr sympathischer Typ. Vor und nach der Aufzeichnung saß ich auch noch lange mit ihm und dem Pressesprecher des VfL Bochum zusammen, danach auch noch mit dem Moderator. Man konnte sich mit allen gut unterhalten, das war sehr interessant«, so Schmitt

Wie kam es zu der Einladung? Zunächst muss man sich online mit einem Video des Tores bewerben. Eine Minute vor diesem besagten Tor hatte Schmitt bereits, ähnlich spektakulär, das 3:0 erzielt. Das bewegte seinen damals verletzten Biebertaler Mitspieler Markus Niemann dazu, einfach die letzten Minuten mitzufilmen.

Und er hatte Glück. Schmitt setzte noch einen drauf und das Video des Tores wurde also eingesandt, was dann zum Auftritt am letzten Samstag führte. Leider verlief der Auftritt etwas unglücklich er und der Biebertaler konnte keinen der sechs Versuche verwerten. »Ich bin etwas enttäuscht, dass ich keinen Treffer gemacht habe. Ein Ehrentreffer wäre dann doch ganz schön gewesen«, fasst er den rein sportlichen Teil des Abends zusammen. Schmitt fügt aber hinzu: »Ich war doch schon ziemlich nervös, man wusste ja auch, wieviele Leute da jetzt zugucken. Vorher durfte ich schonmal ein bisschen Probeschießen auf die Torwand. Da hat es besser geklappt als in der Aufzeichung.«

Aber das ist natürlich nebensächlich. Schließlich sieht man nicht jeden Tag ein Fernsehstudio von innen. Schmitt: »Es war sehr spannend, hinter die Kulissen der Produktion zu blicken. Alles in allem eine sehr coole Erfahrung fürden jungen Biebertaler.«

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