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Schocks Rettungstat schockt Cimen-Elf

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Stuttgart-Gießen. Der FC Gießen hat in der Fußball-Regionalliga Südwest eine wichtige Gelegenheit verpasst, im Abstiegskampf über den Strich zu klettern. Im Kellerduell beim VfB Stuttgart II unterlag die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen mit 0:1 (0:1) und versäumte es, mit einem Dreier an den Schwaben und auch am FSV Frankfurt vorbeizuziehen.

VfB Stuttgart II - FC Gießen 1:0

Zählbares war speziell angesichts der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang möglich. In der Tabelle beträgt der Rückstand auf die SGS Großaspach, die als 15. den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, vier Punkte. Allerdings hat der FCG noch das Nachholspiel am kommenden Dienstag gegen die Frankfurt in der Hinterhand.

Fünf Veränderungen gab es in Stuttgart bei der Cimen-Truppe im Vergleich zum 0:2 gegen die SV Elversberg zu verzeichnen. Frederic Löhe stand wieder im Kasten, in der Abwehr entschied sich der Coach für Kevin Kling als Vertreter des gesperrten Routiniers Michael Fink. Es war der erste Einsatz des 22-Jährigen in der Startelf.

Im Sturm begann derweil Giuseppe Burgio. Im Schwabenland hatten die Gäste Glück, dass sie nicht schnell in Rückstand gerieten. Insbesondere die »Leihgaben« aus dem Bundesliga-Kader, Wahid Faghir und Mateo Klimowicz, sorgten für ordentlich Betrieb. Nach fünf Minuten beförderte Faghir die Kugel an die Latte, ehe Noah Ganaus erst aus kurzer Distanz an Löhe scheiterte (14.) und dann den Pfosten traf (16.).

Etwa nach 20 Minuten zeigten sich die Gäste das eine oder andere Mal im Vorwärtsgang, mehr als zwei Abschlüsse von Dennis Owusu (22.) und Kapitän Nikola Trkulja (30./Freistoß), die VfB-Torhüter Florian Schock vor keine Probleme stellten, sprangen dabei gleichwohl nicht heraus.

Schneller Konter zur Führung

In dieser Phase gingen die Hausherren durch einen über die rechte Seite vorgetragenen Tempogegenstoß mit 1:0 in Front. Die Flanke von Klimowicz wuchtete Faghir unhaltbar in die Maschen (31.). Drei Minuten darauf zog auf der Gegenseite Burgio ab, aber sein Schuss war zu zentral, um Schock zu bezwingen.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gießener weiter, agierten nun deutlicher mit viel mehr Zug zum Tor, wobei die Umstellung auf zwei Spitzen mit nun Owusu vorne sich positiv bemerkbar machte. Der 21-Jährige war es auch, der in der 59. Minute die große Chance zum Ausgleich besaß. Sein Geschoss aus dem Hinterhalt lenkte Schock mit den Fingerspitzen ans Alumium.

Gießen war über weite Strecken spielbestimmend, Cimen wechselte mit Aykut Öztürk und eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff mit Jabez Makanda zwei weitere gelernte Stoßstürmer ein. Das erhöhte Risiko hätte sich in der 81. Minute fast ausgezahlt. Makanda tauchte nach dem feinen Steckpass von Innenverteidiger Kling frei vor Schock auf, der diesen wahren Hochkaräter mit einer Fußparade entschärfte.

Schweres Spiel in Offenbach

Letztlich blieb der FCG im dritten Spiel in Folge ohne eigenen Treffer und musste die 15. Saisonniederlage hinnehmen. Am Ostersamstag könnte sich die tabellerische Lage noch verschlimmern.

Dann gastiert man als klarer Außenseiter bei den Offenbacher Kickers, die als Dritter im Aufstiegsrennen jüngst sechs Siege am Stück holten.

Dort wird Michael Fink zurückkehren, Nikola Trkulja nach der zehnten Gelben Karte in Stuttgart jedoch ausfallen.

VfB Stuttgart II: Schock - Bazzoli, Weil, Nothnagel - Kudala, Laupheimer, Landu (88. Rekdal), Celebi - Klimowicz (68. Hoppe) - Faghir (68. Egloff), Ganaus (82. Kastanaras).

FC Gießen: Löhe - Gaudermann, Kling, Sarr, Fisher (76. Mohr) - Trkulja (76. Makanda), dos Santos (54. Tiliudis) - Owusu, Sawada, Daghfous (68. Öztürk) - Burgio.

Tor: 1:0 Faghir (31.). - Schiedsrichter: Dennemärker (Schwarzenholz). - Gelbe Karten: Celebi / Trkulja, dos Santos. - Zuschauer: 200.

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