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Schöner Lohn für tollen Kampf

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Gummersbach. Die HSG Pohlheim hat in der Dritten Männerhandball-Liga einen Auswärtscoup gelandet. Am Sonntagabend zeigte das Team von Trainer Andreas Lex beim Tabellensiebten VfL Gummersbach II eine bärenstarke Leistung und belohnte sich bei der Bundesliga-Reserve mit einem 27:25 (13:15)-Sieg, dem zweiten doppelten Punktgewinn der Saison. Dabei wandelte der Aufsteiger einen 20:

23-Rückstand nach 46 Minuten noch in den ersten Auswärtssieg der Saison um.

»Der Sieg war aus meiner Sicht absolut verdient. Letzte Woche gegen Hanau wäre er schon verdient gewesen, aber heute haben wir uns endlich einmal belohnen können. Wir haben um jeden Ball unbändig gekämpft, haben sehr stark in der Abwehr gespielt und hatten eine gute Torhüterleistung. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft, das war auch der Lohn für die gute Trainingsarbeit unter der Woche«, freute sich Pohlheims Trainer nach dem zweiten Saisonerfolg.

VfL Gummersbach - HSG Pohlheim 25:27

Zu Beginn kam Gummersbach in der heimischen Schwabe-Arena besser in die Partie, führte schnell mit 4:2 (6.) und zog nach dem 4:4 durch Johannes Träger (10.) auf 7:4 (11.) davon. Doch auch in der Folge blieben die Pohlheimer, die bislang noch keine Auswärtspunkte in der Dritten Liga hatten verzeichnen können, hartnäckig und kämpften sich beim 8:8 (17.) durch Florian Niclas abermals zum Ausgleich. Die wichtige Führung gelang aber nicht, und weil Pohlheim nach dem 9:9 (18., Schier) offensiv sündigte und neun Minuten ohne eigenen Torerfolg blieb, zog Gummersbach auf 13:9 davon. Nach dem 15:11 (29.) war es aber erneut Niclas, der doppelt treffen konnte und so die Pohlheimer Hoffnungen beim Pausen-13:15 hochhielt.

Und in der zweiten Hälfte waren die Mittelhessen dann schnell wieder richtig im Spiel, nachdem diesmal Leon Friedl ein Doppelpack zum 17:17 (36.) gelungen war. Nach dem 17:18 führten aber zwei Fehler und zwei schnelle Gegentore dazu, dass Pohlheim erneut mit drei Treffern in Rückstand geriet und abermals seine Comeback-Qualitäten zeigten musste. Was nach dem eingangs erwähnten 20:23 (46.) dann prächtig gelang, denn die Defensive der Lex-Sieben arbeitete in der Schlussviertelstunde hervorragend, während die eigenen Einwurfmöglichkeiten in der Offensive konsequent genutzt werden konnten. So kämpfte sich der Aufsteiger auf 22:23 (47.), wenig später auf 23:24 (48.) heran und konnte durch Tom Gilbert zehn Minuten vor dem Ende zum 24:24 ausgleichen.

Die neuerliche Führung Gummersbachs beantwortete Johannes Träger mit dem 25:25, obwohl Mo Lambrecht eine Zeitstrafe absitzen musste. Zum ersten Mal in Führung ging Pohlheim dann in Minute 58, Lukas Drommershausen netzte zum 26:25 ein. In der Schlussminute hatten die Gäste noch bange Momente zu überstehen, denn der VfL hatte noch die Ausgleichschance. Doch mit unbändigem Willen stellte sich Pohlheim dem letzten Angriff entgegen und blieb ohne Gegentor, sodass Leon Friedl auf der Gegenseite wenige Sekunden vor dem Ende mit dem 27:25 alles klar machen konnte.

Gummersbach: Danzenbächer, Nagy - Harder (1), Polansky (1), Köster (5/1), Protsiuk (2), Israel (8), Heinzerling, Knudsen, Unbehaun, Hrovatin (4/1), Brill (4).

Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner (1), Johannes Träger (4), Christoph Träger, Tom Gilbert (1), Lambrecht, Kammer, Lukas Happel, Drommershausen (2), Niclas (6), Lex (3), Schier (3/2), Rühl, Nikolas Happel (2), Friedel (5/2).

Schiedsrichterinnen: Stache/Wegmann (Dortmund) - Zuschauer: 66 - Zeitstrafen: vier (Polansky, Köster, Protsiuk, Brill) - drei (Lambrecht zwei, Johannes Träger) - Siebenmeter: 5/2 - 5/4.

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