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Schon ein wenig unheimlich

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Von: Benjamin Volkmann

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Torhüter Aleksa Lapcic sagt mal vorne Bescheid. Gießens Torhüter hat die wenigsten Gegentreffer der Liga kassiert. So kann es weitergehen. Foto: Ben © Ben

Selbst Gießens Trainer Daniyel Cimen ist von Entwicklung überrascht. FCG als Tabellenführer nach Walldorf.

Gießen (tsu). Keine Atempause für Fußball-Hessenligist FC Gießen: Der Tabellenführer beendet am Sonntag seine zweite von insgesamt drei Englischen Woche in Folge. Auf das knappe, aber verdiente 2:1 gegen Schlusslicht TSV Steinbach II in der Meisterschaft folgte am Mittwoch ein 2:0-Pflichtsieg im SWG-Kreispokal bei der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen.

RW Walldorf - FC Gießen (Sonntag, 15 Uhr)

Belastungssteuerung im wahrsten Sinne der Bedeutung - das war das Zauberwort für die 90 Minuten beim A-Ligisten, denn die komplette Startelf vom Steinbach-Match wurde im Pokal geschont. Für die beiden Mittelfeld-Routiniers Deniz Vural und Denis Mangafic sowie für Mert Pekesen und Lian Akkus Rodriguez, die allesamt aus Verletzungen kommen, bot sich die gute Gelegenheit zu einer besseren Trainingseinheit mit Wettbewerbscharakter. Coach Daniyel Cimen kam in Saasen etwas später hinzu, da er mit Teilen des Kaders trainiert hatte.

Wenn nun in Mörfelden-Walldorf der Rangvierte den Ersten empfängt, handelt es sich offensichtlich um ein Topspiel der Liga. Es gibt da allerdings noch den Blick auf die jüngsten Ergebnisse, die für den zehnmal in Folge ungeschlagenen FCG allesamt stimmten, während der Motor der Truppe aus dem Kreis Groß-Gerau doch ziemlich ins Stottern geraten ist.

Vor dem 1:1 beim SV Steinbach unterlag Walldorf zu Hause gegen Hanau mit 0:2 und in Baunatal mit 1:3. »Die Gießener sind haushoher Favorit«, zieht Coach Artur Lemm daraus seine Schlüsse, wobei es selbstredend auch ein Stück weit taktisches Geplänkel sein könnte, in dieser Form Understatement zu berteiben. »Ich kenne Artur schon ein bisschen länger und weiß, dass er sich in der Außenseiterrolle sehr wohl fühlt«, nimmt Daniyel Cimen die Aussage seines Trainerkollegen zur Kenntnis, erwartet jedoch selbst »ein Spiel auf Augenhöhe. Walldorf hat mit Thomasberger, Matheisen, Mehnatgir und Mladenovic einige gestandene Hessenliga-Jungs in den Reihen.«

Was seine eigene Mannschaft anbelangt, hat er »kurz und knapp« die schwächere erste Halbzeit gegen den Steinbacher Viertliga-Reserve angesprochen, »weil 80 Prozent eben nicht reichen. Eine kleine Warnung sollte uns das sein.« Diese Ausnahme möchte der 37-Jährige gleichwohl nicht überbewerten, vor allem angesichts der bereits über rund zwei Monate konstant überzeugenden Leistungen: »Ein bisschen unheimlich ist mir das, denn bei der Entwicklung muss man dem Team auch Rückschläge zugestehen, die wir bis dato nicht hatten.«

In Walldorf soll die Serie fortgesetzt werden, doch auch für den Fall, dass sie reißt, würde der FCG in Anbetracht von vier Zählern Vorsprung auf die U21 der Frankfurter Eintracht an der Spitze bleiben. Umstellen müssen sich die Gießener vom Natur- auf einen engen Kunstrasen. Die letzten beiden Einheiten wurden deshalb auf die Kunstrasenplätze in Lich und am Waldstadion verlegt.

In puncto Personal sieht es positiv aus. Außer den länger ausfallenden Aykut Öztürk, Ryan Harder und Leonid Akulinin könnte lediglich Mangafic ausfallen, der aus dem Pokalspiel über muskuläre Probleme klagte.

Aufgebot FC Gießen: Lapcic, Duschner - Abdel-Ghani, Fink, Besso, Tatchouop, Vural, Hagley, Assar, Litzinger, Kireski, Mangafic (?), Calabrese, Beal, Mahmuti, Akkus Rodriguez, Filsinger, Pekesen, Gorbunow. - Es fehlen: Öztürk (Bänderriss im Knöchel/Sehnenabriss), Harder (Kreuzbandriss), Akulinin (Bänderverletzung).

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