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Schreckgespenst im Tor

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Hüttenberg (mol). Die U23 des TV Hüttenberg hat bei ihrer Rückkehr in die Männerhandball-Oberliga Hessen ein Erfolgserlebnis verpasst. Beim 22:25 (9:11) gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim scheiterte das Team von Dirk Happel und Tim Spengler am Samstagabend aber nicht an den Südhessen an sich, sondern an Torhüter Sebastian Schermuly, der die junge TVH-Garde förmlich zur Verzweiflung brachte.

TV Hüttenberg U23 - Breckenheim/W. 22:25

»Vor dem Spiel hätte ich mit einem solchen Ergebnis leben können, nach der Partie bin ich etwas traurig, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir waren hier keinesfalls die schlechtere Mannschaft, sondern haben uns tolle Chancen erarbeitet, aber sicherlich 15 bis 20 freie Bälle verworfen, alleine vier von fünf Siebenmetern. So kannst du dann in dieser Klasse natürlich keine Spiele gewinnen«, betonte Happel, der aber noch ergänzte: »Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf. Kampf und Leidenschaft waren da, läuferisch waren wir auf der Höhe, und wir haben stark verteidigt!«

Von Beginn aber war es Schermuly, der nach vielen Jahren höherklassigen Handballs bei der HSG Hanau vor der Saison zu seinem Stammverein zurückgekehrt war, der im Mittelpunkt stand. So gelang dem TVH zunächst nur der Treffer durch Jannis Wrackmeyer nach 30 Sekunden, dann aber bis zur zwölften Minute keiner mehr.

Nach dem 2:6-Rückstand kämpfte sich Hüttenberg trotzdem wieder heran und sogar zum 8:8-Ausgleich, erlaubte sich vor dem Wechsel aber wieder eine kurze Schwächeperiode, die zu einem 9:11-Pausenrückstand führte. Doch auch zu Beginn der zweiten Halbzeit agierte der Aufsteiger mit dem Favoriten bis zu Moritz Schäfers 14:15 (40.) auf Augenhöhe, ehe acht torlose Minuten der Happel/Spengler-Truppe letztlich die Heimniederlage zum Auftakt besiegelten. Breckenheim setzte sich in dieser Phase auf 18:14 ab und kam nicht mehr in Bedrängnis, auch wenn der Kampfgeist der Hüttenberger bis zum Ende stimmte. Endgültig alles klar war dann gut 90 Sekunden vor dem Ende, als Timo Treber zum 24:20 einwarf. »Die Leistung macht mich dennoch optimistisch für die nächsten Spiele, darauf gilt es aufzubauen«, so Happel nach dem Auftakt abschließend. Ehe es zum ersten Auswärtsspiel zum Drittliga-Absteiger HSG Bieberau-Modau geht (23. September), wartet auf die Hüttenberger aber ein spielfreies Wochenende.

Hüttenberg: Rüspeler, Machleit - Nandzik, Schäfer (2), Knorz, Lins (4), Martin, Uth, Krauhausen (3), Dahlhaus (1), Wrackmeyer (7/1), Bährens, Rüpprich (4), Tietböhl (1).

Breckenheim/W./M.: Schermuly, Lotz - Buckel, Schäffter (6), Crecelius (2), Treber (3), Göttert (1), Heuss, Walter (3), Botzenhardt (4/2), Avemann, Lorenz (2), Schäfer, Teuner (4/1).

Schiedsrichter: Hegebart/Schönberger (Eltville) - Zuschauer: 200 - Zeitstrafen: vier (Nandzik, Dahlhaus, Wrackmeyer, Tietböhl) - eine (Crecelius) - Siebenmeter: 5/1 - 4/3.

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