1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Schütz treibt Köln zur Verweiflung

Erstellt: Aktualisiert:

gispor_1004_lum_110422_4c
Bereit beim Einlaufen in bester Stimmung: Die Spielerinnen der HSG Lumdatal mit der HSG-E-Jugend. © Bär

Londorf . Dank einer unglaublichen Schlussphase und eines 7:1-Laufes in den letzten 17 Minuten hat sich die HSG Lumdatal zum Hauptrundenabschluss in der Dritten Frauenhandball-Liga für zuvor 43 schwache Minuten rehabilitiert und nach dem 21:20-Sieg im ersten Vergleich auch das Rückspiel gegen den Tabellenfünften 1. FC Köln 01/07 mit 19:16 (9:11) für sich entschieden.

Eine starke Deckungsleistung und eine grandiose Vorstellung von Torhüterin Steffi Schütz ebneten dem Team von Marcel Köhler dabei den Weg zum Heimsieg.

HSG Lumdatal - 1. FC Köln 19:16

»Wir haben lange Zeit offensiv praktisch kein Eins-gegen-Eins-Duell gewonnen, waren viel zu nah an der Deckung und haben eine Unmenge an Fehlern produziert. Es war von beiden Seiten ein schwaches Spiel, aber dank einer tollen Abwehr- und Torhüterleistung konnten wir das Spiel noch drehen und uns mit einem Sieg verabschieden. Auf elf Pluspunkte können wir wirklich stolz sein«, freute sich der HSG-Coach.

In Führung konnte die HSG im gesamten Verlauf der ersten Halbzeit kein einziges Mal gehen, nach dem schnellen 0:2-Rückstand (3.) gelang Svenja Mohr von der Siebenmeterlinie auch schon der letzte Ausgleich (3:3). In der Folge klemmte es bei den Lumdataler Damen vor allem in der Offensive enorm (4:7, 20.). In die Kabine ging es auch dementsprechend mit einem 9:11-Rückstand.

Nach der Pause schien die HSG dann wach zu sein, denn Carmie Schneider gelang nach gut sieben Minuten der 12:12-Ausgleich. Nachdem sich die Schwächen im Angriff mit weiteren Fehlern in der Folge aber wieder offenbarten und Köln nach einem neuerlichen Vorstoß auf 15:12 (44.) davongezogen war, schien es mit dem Heimsieg zum Hauptrundenabschluss nichts zu werden. Doch gestützt auf eine nun bärenstarke Abwehr, hinter der Lumdatals Torhüterin Steffi Schütz zu großer Form auflief, drehten die Köhler-Schützlinge die Partie. Nach 47 Minuten war beim 15:15 der Ausgleich hergestellt, unter dem Jubel von über 200 Zuschauern gelang Kreisläuferin Franzi Müller beim 16:15 (52.) die erstmalige Führung. Auch eine direkt daran anschließende Kölner Auszeit konnte Lumdatal nun nicht mehr vom Weg abbringen, da die famose Schütz bis in die Schlussminute hinein kein einziges Mal mehr hinter sich greifen musste. Bis dahin sorgte die nervenstarke Selina Sauer mit zwei Treffern von der Siebenmeterlinie für das 17:15 und 18:15. Als Marie Weismantel rund 30 Sekunden vor dem Ende die gut 16-minütige Torflaute der Rheinländerinnen beendeten, war es aber schon zu spät. Erneut Franzi Müller setzte bei einer offenen Deckung dann den Schlusspunkt zum 19:16.

Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (4/3), Althen, Schlapp (1), Franziska Müller (2), Mohr (4/3), Schneider (1), Schwabauer (2), Hasenkamp (1), Madeleine Müller (1), Smajek (1), Fuhrländer (2).

Köln: Hillig, Bärthel - Kottmann (3), Engel, Weismantel (2), Killmer (1), Juhnke (2/2), Lüdge (4), Funken, Bönners (2), Slomka, Lammers, Schut (2).

Schiedsrichterinnen: Kleinhenz/Wenzke (Niederlauer/Bad Kissingen). - Zuschauer: 221. - Zeitstrafen: zwei (Mohr, Madeleine Müller) - zwei (Lüdge, Funken). - Siebenmeter: 7/6 -3/2.

Auch interessant