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Schwacher Start, keine Punkte

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Von: Nico Hartung

Würzburg. Am Ende verließen sie die Platte der Würzburger tectake-Arena mit hängenden Köpfen. Die Zweitliga-Handballer des TV Hüttenberg mussten sich am Freitagabend mit 29:32 (13:17) bei der DJK Rimpar geschlagen geben und die nächtliche Heimfahrt gen Mittelhessen mit leeren Händen antreten.

Die Blau-Weiß-Roten lagen bei den Wölfen beinahe die gesamte Spielzeit über zurück mussten am Ende schließlich verdientermaßen die siebte Saisonniederlage quittieren, obgleich die Schützlinge von Trainer Johannes Wohlrab bis zum Ende versuchten, der Partie noch einmal eine Wendung zu geben. Hauptsächlich zurückzuführen war die Pleite auf die schwache Anfangsphase der Gäste, die diese wie eine Hypothek durch die restliche Spielzeit schleppten.

DJK Rimpar - TV Hüttenberg 32:29

So fanden die Hüttenberger in der Anfangsviertelstunde zunächst kaum ein Gegenmittel gegen die behände Deckung der Mainfranken sowie Schlussmann Marino Mallwitz, die im Verbund in den ersten 14 Minuten nur zwei TVH-Treffer zuließen. Auf der Gegenseite präsentierten sich die Rimparer ohne ihren Toptorschützen, den Ex-Hüttenberger Patrick Schmidt, kaltschnäuzig und hatten sich nach einem Viertel der Spielzeit einen 6:2-Vorsprung herausgespielt, was TVH-Coach Johannes Wohlrab zu einer ersten Auszeit zwang. Eine Maßnahme, die zwar nicht umgehend eine Verbesserung des Ergebnis nach sich zog, bis zur Pause jedoch Wirkung zeigte. Denn nachdem Rimpars Rechtsaußen Felix Karle mit einem Doppelpack auf 9:3 gestellt hatte (19.), schlich sich das »Original aus Mittelhessen« Tor um Tor heran. So verkürzte Hendrik Schreiber nach einem sehenswerten Zuspiel des wiedergenesenen Dominik Mappes zunächst auf 9:13 (25.), ehe Tristan Kirschner in der zweiten Welle und per Dreher für einen 13:16-Hoffnungsschimmer sorgte.

Der Glaube an eine erfolgreiche Aufholjagd wurde aus Sicht der Gäste auch nach dem Seitenwechsel weiterhin genährt: Vizekapitän Moritz Zörb, nach überstandener Knie-Blessur wieder im Kader, traf kurz nach dem Wiederanpfiff zum 16:18 und brachte die Wohlrab-Schützlinge damit in Reichweite zu deren Kontrahenten.

Doch die Wölfe wankten zwar kurzzeitig, fielen aber nicht. Denn Mallwitz entwickelte sich nun wieder zu einem spielentscheidenden Faktor und entschärfte nach 36 Minuten beim Stand von 17:20 einen Siebenmeter des ansonsten starken Dominik Mappes. Es blieb ein Muster der zweiten Halbzeit, dass die Hüttenberger immer dann, wenn sie die Möglichkeit hatten, den Wölfen noch einmal auf den Pelz zu rücken, im Vorwärtsgang entweder an Mallwitz scheiterten oder einen technischen Fehler produzierten. Erst Christian Rompfs Treffer zum 24:27 sorgte acht Minuten vor Schluss noch einmal für vage Hoffnungen im Lager des Traditionsclubs.

Für mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen. Rimpars Steffen Kaufmann, mit acht Toren bester Schütze seines Teams, antwortete postwendend mit dem 28:24 (53.) und nachdem Benedikt Brielmeier mit einem Wurf ins leere Tor für das zwischenzeitliche 31:26 gesorgt hatte (55.), war mehr als nur eine Vorentscheidung gefallen.

Die nächste Möglichkeit, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, bietet sich dem TVH erst wieder in zehn Tagen im Heimspiel gegen den Dessau-Rosslauer HV.

Rimpar: Mallwitz, Wieser (n.e.) - Schömig (4/2), Böhm, Karle (4), Neagu (2), Kaufmann (8), Durr, Meyer, Dayan (4), Kovacic (4), Brielmeier (1), Link (4), Sauer, Merk (1).

Hüttenberg: Plaue, Rüspeler (20.-24.) - Schwarz (2), Kneer, Kirschner (2), Theiß (2), Fujita, Weber (6/2), Rompf (3), Zörb (3), Mappes (7/2), Ribeiro, Hahn, Jockel, Schreiber (4).

Schiedsrichter: Bona/Frank (Remscheid/Radevormwald) - Zuschauer: 607 - Zeitstrafen: Rimpar fünf (Neagu, Kaufmann, Brielmeier, Merk zwei), Hüttenberg zwei (Schreiber zwei) - verworfene Siebenmeter: Weber und Mappes (beide Hüttenberg) scheitern an Mallwitz (9., 36.).

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