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Schwakes Dritte bei »Deutschen«

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Gießen (wut). Auch im Tanzsport sind auf nationaler Ebene der Höhepunkt des Jahres die Deutschen Meisterschaften, die für die verschiedenen Klassen an unterschiedlichen Terminen und unterschiedlichen Orten ausgetragen werden.

So fand eine erste Serie in Kamen statt, ausgerichtet vom TSC Dortmund. Qualifiziert sind die Paare, die an den vorgeschalteten Landesmeisterschaften teilgenommen haben, unabhängig von der erzielten Platzierung. Bei den ausgeschriebenen fünf Startklassen waren auch die Paare der Klasse Sen. IV, die Anfang diesen Jahres umbenannt wurde in Masters IV.

Vom Gießener Tanz-Club 74 hatten sich eine Woche zuvor bei der Landesmeisterschaft Hessen Alfons und Beatrix Schwake, sowie Manfred und Traudel Dort qualifiziert. Letztere mussten aber passen, der krankheitsbedingte Trainingsrückstand war zu groß. Alfons und Beatrix, amtierende Landesmeister hatten sich durch intensives Training in den letzten Tagen sehr gut vorbereitet und trafen in Kamen auf ein Feld mit 43 Paaren aus allen Landesverbänden. Gefragt waren nicht nur tänzerische Qualitäten, mit jeder neuen Runde spielte die konditionelle Verfassung eine zunehmende Rolle, musste man doch bis zum Finale 4 Runden zu jeweils 5 Tänzen überstehen. Für die 6 Finalisten waren es dann insgesamt 25 Auftritte.

Schwakes hatten sich als Minimalziel die Finalteilnahme gesetzt, das machten sie auch vom ersten Takt an deutlich. Nach dem Halbfinale mit 12 Paaren war die Spannung groß, ob das Vorhaben gelingen würde. Und tatsächlich zählten sie zu den 6 Finalteilnehmern.

Knappes Resultat

Im Finale zeigte sich dann eindeutig eine Zweiklassengesellschaft. 3 Paare machten den Titel unter sich aus, Ehepaar Mußmann, Düsseldorf, Ehepaar Beaumont St. Augustin und Ehepaar Schwake, Diese 3 Paare dominierten das Feld, was später auch in den Wertungen der 7 Wertungsrichter sichtbar wurde. Der größte Teil der Plätze 1 bis 3 ging an diese 3 Paare. Wie eng es dann wurde, zeigt sich auch daran, dass die Mehrzahl der zweiten Plätze zum Sieg reichte, während die Mehrzahl der ersten Plätze an den Drittplatzierten, Ehepaar Schwake, ging, wobei bei dieser Betrachtung ein Wertungsrichter mit einer Wertung über die Endplatzierung entschied. So hatten Schwakes bei einem Wertungsrichter überhaupt keine Sympathie, was zwar bei 7 Juroren nicht ganz so stark gewichtet ist, aber an diesem Tag doch hätte eine Rolle spielen können.

Damit wurde diese Meisterschaft für Alfons und Beatrix dann doch noch zu einem unerwarteten Erfolg, gelang ihnen doch mit Platz 3 der Sprung auf das Siegerpodest, wo sie die Bronzemedaille umgehängt bekamen, nur ganz knapp geschlagen vom Ehepaar Beaumont auf Platz 2. Der Titel ging nach Düsseldorf an das Ehepaar Mußmann.

Nach dem Gewinn des Weltranglistenturniers im November wurde jetzt dieses Turnier zum bisher größten Erfolg der Gießener auf nationaler Ebene.

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