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Seipp stärkt Trainer

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Wetzlar/Stuttgart. Wir schreiben den 6. Oktober 2022, die HSG Wetzlar empfängt zu Hause den TVB Stuttgart. Die Fans in der Buderus-Arena sehen eine Gastgeber-Mannschaft, die den Gegner aus dem Schwabenland mit 32:24 aus der Halle wirft. Das alles ist 169 Tage her. Aber es kommt einem vor, als liegen Lichtjahre zwischen dem bislang letzten Heimsieg der Grün-Weißen und dem Rückspiel am Sonntag (16.

05 Uhr) in der Porsche-Arena.

TVB Stuttgart - HSG Wetzlar (Sonntag, 16.05 Uhr)

16 Mal traten die Mannen um Neu-Kapitän Till Klimpke seitdem in der Handball-Bundesliga auf die Platte, 14 dieser Begegnungen gingen - zum Teil sogar sang- und klanglos - verloren. Das vorläufige End‹ vom Lied: Wetzlar steckt ganz tief im Abstiegskampf, spürt den Atem der Tabellen-Hintermänner aus Minden und Hamm zum Glück noch nicht ganz so heiß im Nacken. Auf die schwächelnde Konkurrenz auf den Plätzen, die den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit bedeuten, zu setzen, wäre fatal. Am besten selbst punkten, am besten schon vor dem von vielen schon jetzt zum absoluten Schicksalsduell erklärten Vergleich am 1. April gegen GWD Minden mit einem Erfolgserlebnis aufwarten. Die Chance bietet sich der HSG in Stuttgart. Wobei die Vorzeichen auch hinsichtlich dieser Partie nicht günstig stehen für die Mannschaft von Trainer Hrvoje Horvat.

Da ist zum einen die eigene Verfassung, der eigene Negativlauf, die jüngste Erinnerung an einen grottenschlechtes Überzahl-Verhalten am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den Bergischen HC. »Wir haben es in dieser Phase nicht einmal geschafft, aufs Tor zu werfen. Das hat uns das Genick gebrochen«, weiß der Kroate in Diensten der Lahnstädter noch immer. »Wir müssen unsere Außen, die ja top sind, viel mehr einbinden. Und nicht immer nach innen ziehen, auch wenn das gegnerische Tor von dort aus größer wirkt«, hofft der 45-Jährige, dass die intensiven Trainingseinheiten am Sonntag gegen den TVB endlich mal in den Wettkampfmodus transportiert werden.

Der Konkurrent scheint den Turnaround in den vergangenen Wochen geschafft zu haben. 5:1 Punkte holte das Team von Trainer Michael Schweikhardt zuletzt. » »Vor allem beweisen sie viel Geduld. Die werden auch nicht nervös und hektisch, wenn sie mal mit vier Toren hinten liegen«, hat Horvat erkannt. »Ich brauche den Sieg genauso wie die Mannschaft«, weiß der HSG-Coach. Wobei Geschäftsführer Björn Seipp Gerüchte über einen neuerlichen Wechsel auf der Trainerbank im Keim erstickt. »Uns allen ist der Ernst der Lage bewusst. Aber es macht überhaupt keinen Sinn, über so etwas nachzudenken. Und ich beteilige mich nicht an solchen Diskussionen in irgendwelchen Foren. Wichtig ist das, was auf dem Spielfeld stattfindet«, sagt Seipp.

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