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Selina Lotz entscheidet Thriller

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Mit Einsatz ins Finale: Anni Groschopp siegt mit der HSG Linden. © Bär

Gießen (mol). Entscheidung im Siebenmeter-Werfen und grandiose Aufholjagden: Gleich mehrere heimische Nachwuchsteams erreichten nach teilweise wahren Handball-Thrillern die Endspiele um die Hessenmeisterschaften.

Männliche A-Jugend

TuSpo Obernburg - TV Hüttenberg 18:15 (8:10): In torarmen 60 Minuten, in denen die Zuschauer nur 33 Treffer sahen, haben die Hüttenberger den Finaleinzug verpasst. Zur Pause sah es bei einer 10:8-Führung noch gut aus für das Team von Peter Küster und Markus Groß, nur fünf eigene Tore in den zweiten 30 Minuten waren dann aber für ein Weiterkommen zu wenig.

Die Hüttenberger starteten gegen den Favoriten stark und lagen nach Paul Strödters Tor nach 13 Minuten mit 6:2 in Führung. Doch Obernburg kämpfte sich ins Spiel und glich beim 8:8 (26.) aus, ehe der TVH die Führung bis zur Pause zurückeroberte (10:8). Und bis zum 14:12, für das Jannes Rapp nach gut 46 Minuten gesorgt hatte, lag die Küster/Groß-Truppe auch noch gut im Rennen und auf Endspielkurs. Doch bis zur vorletzten Minute sollte Hüttenberg dann kein eigener Treffer mehr gelingen, sodass sich Obernburg den Sieg dank eines 5:0-Laufes (17:14, 59.) doch noch sicherte.

Tore Hüttenberg: Schoon (1), Rapp (4), Lubbadeh (1), Strödter (6/3), Münster (1), Naumann (2).

Weibliche A-Jugend

TG Kastel - HSG Hungen/Lich 39:42 (13:15, 31:31, 34:34, 38:38) nach Siebenmeterwerfen: Welch ein Drama im ersten A-Junioren-Halbfinale in Mainz-Kostheim, nach 60 Spielminuten und zwei zehnminütigen Verlängerungen war zwischen dem Gastgeber aus Kastel und Hungen/Lich immer noch kein Sieger ermittelt. Und so musste es zum ultimativen Showdown von der Siebenmeterlinie kommen. Hierbei hatte das Team von Trainer Tim Straßheim nach zwei Treffern von Rieke Bohn und Emma Niebergall schnell einen großen Vorteil auf seiner Seite, da die erste TG-Spielerin das Tor verfehlte und HSG-Torhüterin Rika Schneider den zweiten Siebenmeter pariert hatte. Nachdem Lina Richter für die HuLis und Luisa Seil für Kastel getroffen hatte, war es bei einem 3:1-Zwischenstand an Selina Lotz, ihr Team in das Finale zu werfen. Und dieser Belastung hielt die Rückraumspieler stand, verwandelte auch den vierten Siebenmeter Hungen/Lichs und beförderte ihre Mannschaft nach einem nervenaufreibenden Nachmittag ins Endspiel am 14. Mai.

Tore Hungen/Lich: Richter (5/1), Truckenmüller (1), Nathes (5), Niebergall (5/1), Lotz (3/1), Schäfer (10), Nau (4), Bohn (9/5).

Weibliche C-Jugend

HSG Linden - HSG Bensheim/Auerbach 28:19 (7:10): Die heimische HSG hat ihre tolle Saison auch im Halbfinale um die Hessenmeisterschaft fortgesetzt. Dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit wandelte das Böhm/Rinker-Team einen zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand noch in einen klaren Sieg um und zog damit in das Endspiel am 14. Mai (16 Uhr) in Bad Homburg ein.

Nach 18 Minuten hätte in Lützellinden wohl keiner einen Pfifferling mehr auf die jungen Gastgeberinnen gesetzt, die zu diesem Zeitpunkt mit 2:10 (!) im Hintertreffen lagen. Doch schon bis zur Pause war dieser dank eines 5:0-Runs mehr als halbiert (7:10), und nach einem eigenen 9:2-Lauf in der Folge hieß es nach 36 Minuten urplötzlich 16:12 für Linden. Und diese Führung geriet dann nicht mehr in Gefahr, im Gegenteil: Die HSG spielte sich in einen wahren Rausch und war beim 23:15 bereits entscheidend enteilt.

Tore Linden: Groschopp (1), Allendörfer (1), Platt (2), Hounshell (2), Becker (5), Rinker (5), Stoppel (6), Krug (6).

TSG Oberursel - HSG Hungen/Lich 23:22 (11:12): Kurz davor, dem haushohen Favoriten ein Bein zu stellen und ein rein mittelhessisches Finale gegen die HSG Linden zu komplettieren, waren die C-Juniorinnen Hungen/Lichs. Ein »Last-Second-Tor« sorgte aber am Ende dafür, dass der Lohn für eine fantastische Leistung ausblieb.

Hungen/Lich spielte in der Anfangsphase bärenstark auf und lag mit 5:2 (7.) und 10:7 (14.) in Führung, ehe die Gastgeberinnen bis zur Pause immer näherkamen (11:12). Nach 41 Minuten geriet das Team von Trainer Ulli Will dann mit 17:18 in Rückstand, bewies aber große Moral und drehte die Partie erneut (22:20, 48.). Eine gute Minute vor dem Ende kam die TSG dann zum 22:22-Ausgleich, und weil Hungen/Lich im letzten Angriff fälschlicherweise ein Schrittfehler abgepfiffen wurde, konnte Oberursel noch einen letzten Gegenangriff laufen und in der Schlusssekunde tatsächlich noch zum alles entscheidenden 23:22-Siegtreffer einwerfen.

Tore Hungen/Lich: Franz (1), Schäfer (3), Will (1), Reichhart (6), Baumbach (5), Schweiger (6/2).

Männliche C-Jugend

GSV Eintracht Baunatal - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 23:25 (9:14): Dank einer starken Leistung haben sich die C-Jugendlichen der Grün-Weißen ins Finale der Hessenmeisterschaft geworfen, der Erfolg beim Staffelsieger war letztlich ungefährdeter als es dann Endergebnis aussagt.

Denn schon in der ersten Halbzeit legte Dutenhofen/Münchholzhausen los wie die Feuerwehr und zog über das 6:2 (13.) bis auf 13:6 davon. Nach dem Pausen-9:14 kamen die Nordhessen zwar beim 14:17 (33.) bis auf drei Treffer heran, beim 22:17 (40.) herrschten aber schon wieder klare Verhältnisse. Und nachdem Leopold Landenfeld zum 25:19 (47.) eingeworfen hatte, war die Entscheidung bereits gefallen. Da fielen vier Gegentreffer in Folge in den Schlussminuten letztlich nicht mehr ins Gewicht.

Tore Dutenhofen/Münchholzhausen: Martenstein (3), Glasauer (5), van der Mei (4), Alexander Kraft (1), Geerken (4), Leon Maic Kraft (1), Gümbel (2), Landenfeld (5/2).

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen - TV Hüttenberg 20:26 (12:10): Das mittelhessische Finale bei den C-Junioren komplettierten am Sonntag die Hüttenberger, die sich nach einer bärenstarken zweiten Hälfte noch klar gegen die hoch gehandelten Gastgeber durchsetzen konnten.

In der ersten Halbzeit waren die Hausherren in der Melsunger Stadtsporthalle noch das bessere Team, denn einen 3:5-Rückstand (11.) wandelte die Dreier-JSG in eine 12:8-Führung (24.) um. Wichtig war, dass der TVH mit zwei Treffern in den letzten Sekunden vor dem Wechsel noch den Anschluss fand (10:12).

Bis zum 13:15 (31.) lagen die Hüttenberg dann noch zurück, ehe das Team von Trainer Tim Lauer aufdrehte. Ein 7:1-Lauf in den folgenden acht Minuten brachte eine 20:16-Führung (39.), spätestens nach dem Treffer von Philipp Franz zum 23:18 rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende stand der Finaleinzug fest.

Tore Hüttenberg: Krumbiegel (7), Schieferstein (1), Breithaupt (4/3), Hase (4), Franz (6), Well (4).

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