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Seltsames Programm

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Die Handball-Oberliga-Frauen der TSG Leihgestern mit ihrem Trainerteam, hintere Reihe von links: Peter Konrad (Torwarttrainer), Jonna Jensen (Trainerin), Jasmin Clausius, Lara-Sophie Eiskirch, Isabell Faber, Freya Welchert, Merle Carstens, Leonie Nowak, Emilia Prauss, Milena Appel, Benedikt Wolf (Physiotherapeut), Vanessa Wolf (Physiotherapeutin). Vordere Reihe von links: Jessica Dias, Nessima Kerdi, Laura Stövesand, Linda Barnack, Tizia Weier, Kathrin Jochem, Hadija Kerdi. Es fehlen: Nina Zieger, Florian Rosch. Foto: Röczey © Röczey

Leihgestern (mol). Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger, spielfreies Wochenende, Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger - dieses etwas kuriose Programm sieht der Spielplan der Frauenhandball-Oberliga zu Beginn der neuen Saison für die TSG Leihgestern vor.

Um ein freies Wochenende herum warten auf das Team von Jonna Jensen daher mit der TGB Darmstadt (10. September) und der TSG Eddersheim II (24. September) direkt zwei Liganeulinge. Das erste Heimspiel steht dann erst im Oktober an.

»Das hätten wir uns etwas anders gewünscht, vor allem bräuchten wir nicht so früh spielfrei. Und zwei Aufsteiger klingen zu Beginn zwar auf den ersten Blick angenehm, doch beide haben ja eine äußerst erfolgreiche letzte Saison gespielt und gehen daher sicherlich mit einer gewissen Euphorie in die Runde«, glaubt Leihgesterns Trainerin.

Diese ist mit der Vorbereitung alles in allem zufrieden, vor allem die mehr als gute Beteiligung von im Schnitt 15 bis 18 Spielerinnen konnte sich sehen lassen. Vor dem Trainingslager Ende August wurde der Kader dann auf zwölf Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen reduziert. »Wir haben ausschließlich in der Halle gearbeitet, die läuferische Fitness hat sich die Mannschaft vor dem Start der Vorbereitung geholt. Es waren viele intensive Einheiten dabei, das Team hat das stramme Programm aber wirklich gut durchgezogen«, lobt Jensen.

In der Vorbereitung testete die TSG schon traditionell gegen viele höherklassige Gegner wie die SG Kirchhof oder jüngst gegen Germania Fritzlar um Ex-SGK-Coach Lucky Cojocar, dessen Team beim 27:28 an den Rand einer Niederlage gebracht wurde.

Viele Tests

Die vielen Partien der letzten Wochen dienten aber vor allen Dingen dazu, die neue Mannschaft einzuspielen, denn eine Handvoll Spielerinnen sind neu zur Jensen-Truppe gestoßen. Dafür haben mit Olivia Reeh und Andrea Schulz gleich zwei langjährige Leistungsträgerinnen ihre Karriere beendet. »Daher waren die Tests sehr wichtig, auch wenn sie oft noch sehr holprig verliefen und wir uns teilweise viele Fehler erlaubt haben. Aber das Potenzial ist klar erkennbar, weshalb es am wichtigsten sein wird, jetzt eine Konstanz in unser Spiel zu bekommen. Aktuell entscheidet noch viel die Tagesform«, hat die TSG-Trainerin beobachtet.

Nach dem vierten Abschlussrang des Vorjahres gibt Jensen diese Tabellenregionen auch für die kommende Runde aus. »Die Liga ist schwer einzuschätzen, viele Mannschaften haben einen Umbruch hinter sich. Ich schätze Kriftel und Weiterstadt stark ein, bei Lumdatal und Kleenheim-Langgöns muss man sehen, ob diese gleich um den Wiederaufstieg mitspielen wollen und können. Daher peilen wir einen Platz im oberen Drittel an«, gibt Leihgesterns Trainerin vor, in dem Wissen, dass Prognosen immer schwer sind. »In der letzten Saison waren wir mal ganz vorne, dann sind uns Leistungsträgerinnen weggebrochen. Ich hoffe natürlich, dass wir davon in der kommenden Runde verschont bleiben!« Zum Saisonstart wird der TSG wohl noch Torhüterin Lina Barnack (Haarriss im Ellenbogen) fehlen, der Neuzugang aus Rodgau Nieder-Roden dürfte aber zeitnah wieder eine Option sein.

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