SGE besteht viele Herausforderung

Frankfurt (pep). Es war ein langer Weg, den Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt im Jahr 2021 und speziell seit dem Sommer gegangen ist. Mit vielen Rückschlägen, mit »Verwerfungen« - wie es Vorstandssprecher Axel Hellmann beschrieben hat -, mit sportlichen Highlights, etwa den 60 Punkten in der vergangenen Saison, dazu Tiefpunkte mit der verpassten Champions-League-Teilnahme als Sinnbild.

Bis hin zum vorübergehenden Happy-End am Ende der Saison mit dem Europapokalplatz und der direkten Qualifizierung für das Europa-League-Achtelfinale. Das Jahr 2021 hat Gewinner und Verlierer hervorgebracht. Es gab Überraschungen und Enttäuschungen. Wir blicken zurück.

Die Gewinner: Markus Krösche und Oliver Glasner hatten als Sportvorstand und Trainer zu Beginn ihrer Amtszeiten einen denkbar schweren Stand. Sie haben ein schweres Erbe angetreten nach den Abgängen ihrer Vorgänger, nach dem Verpassen der Champions League sowie den Streitigkeiten um Spieler wie Amin Younes und Filip Kostic. Doch Krösche und Glasner haben die Herausforderungen mit Bravour gemeistert.

In die Siegerliste gehört auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer, der sich von der ungeduldigen Öffentlichkeit nicht hat treiben und bei den Personalentscheidungen Sorgfalt vor Schnelligkeit hat walten lassen. In der Mannschaft ist Makoto Hasebe ein leuchtendes Beispiel und mit bald 38 Jahren weiter unverzichtbar.

Die Verlierer: Fredi Bobic und Adi Hütter haben mit ihren Abgängen viel verbrannte Erde hinterlassen. Der ehemalige Sportchef und der ehemalige Trainer haben bei ihren neuen Clubs mehr Perspektiven als in Frankfurt gesucht, haben sie bislang aber nicht gefunden. Bei der Eintracht vermisst sie keiner mehr.

Das wird den Ultras auch bald so gehen. Die vermeintlich treuesten Fans bleiben weg, versagen Club und Team die Unterstützung und haben sich damit ins Abseits gestellt. Sie sind die größten Verlierer des Jahres. Sportlich hat mit Amin Younes ein Spieler in wenigen Wochen alles verloren, was er sich vorher über Monate aufgebaut hatte. Selbstüberschätzung, Egoismus, mangelnde Teamfähigkeit - Younes wird es schwer haben nochmal in der Bundesliga Fuß zu fassen.

Überraschungen: Die Mannschaft, neu zusammengestellt mit insgesamt sechs Neuzugängen - angeleitet von einem neuen Trainer - hat nach holprigem Beginn und in schwierigster Konstellation zu einer Einheit zusammengefunden. Kristijan Jakic, Jesper Lindström und Rafael Borré, die nicht jeder auf dem Zettel hatte, haben sich in der Bundesliga überraschend schnell durchgesetzt.

Enttäuschungen: In einer guten Mannschaft gibt es immer auch Spieler, die enttäuscht sind und enttäuscht haben. Bei Sam Lammers hatten sich beide Seiten sicher mehr erhofft. Danny da Costa hat erst ganz am Ende wieder Anschluss gefunden. Ragnar Ache ist nach Olympia und anschließender Verletzung nicht in die Gänge gekommen. Fabio Blanco ist vom Verein enttäuscht und alle anderen von ihm. Und da sind noch ein paar wenige Unbelehrbare auf den spärlich besetzten Zuschauerrängen, die mit Böllerwürfen wieder eine Uefa-Strafe provoziert haben.

Alidou kommt vom Hamburger SV

Und der erste Neuzugang liegt auch schon so gut wie unter der Tanne. Nach Informationen dieser Zeitung haben die Frankfurter Einigkeit mit Faride Alidou erzielt. Der 20-jährige Stürmer vom Hamburger SV war seit Wochen heftig umworben von vielen anderen Bundesligisten, den Zuschlag soll aber die Eintracht erhalten haben. Ob Alidou, der rund eine halbe Million Euro Ablöse kostet, sofort nach Frankfurt wechselt, oder ob die Eintracht ihn bis zum Saisonende an den HSV zurückleiht, ist noch unklar.

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