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Sieben ärgerliche Minuten

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Oberkleen. Die HSG Kleenheim-Langgöns hat einem Topteam der Dritten Frauenhandball-Liga am Sonntagabend einen bravourösen Kampf geliefert, sich dafür aber nicht mit einem Punkt belohnen können.

HSG Kleenheim-L. - Fortuna Düsseldorf 26:27

In einer bis in die Schlusssekunden hinein engen Partie setzte sich der Tabellendritte Fortuna Düsseldorf in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen mit 27:26 (16:12) durch und feierte damit den elften Saisonsieg. Ausschlaggebend für die Niederlage der Kleebachtalerinnen waren letztlich sieben furchtbare Minuten kurz vor dem Seitenwechsel. »Wir haben es zu Beginn vor allem in der Abwehr richtig gut gemacht, uns viele Bälle erkämpft und einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle erkämpft. Entscheidend war dann die Phase vor der Pause, als wir Düsseldorf überhaupt nicht mehr in Bewegung gebracht und keine Wurfpositionen gefunden haben. Vor allem die letzte Viertelstunde lässt mich dann aber optimistisch auf die nächsten Spiele schauen, denn da haben wir richtig gut gespielt und uns verdientermaßen nochmal zum Remis gekämpft. Schade, dass es dann nicht gereicht hat«, resümierte SGK-Coach Saul.

Was die jungen Kleenheimerinnen über weite Strecken der ersten Halbzeit gegen ein Liga-Topteam ablieferten, war wirklich sehenswert. Nach dem schnellen 1:3-Rückstand war die Saul-Sieben spätestens ab dem 4:4 (11.) von Kreisläuferin Katha Weber im Spiel und bestimmte die nächsten Minuten.

Die agile 5:1-Deckung der Gastgeberinnen schmeckte den Damen aus dem Rheinland dabei gar nicht. Stephanie Klug warf zunächst eine 7:5-Führung (15.) heraus, die Ann-Sophie vom Hagen beim 11:8 (22.) sogar auf drei Treffer ausbaute. Und als Lisa-Marie Kiethe von der Siebenmeterlinie zum 12:9 (23.) getroffen hatte, deutete nichts, aber auch gar nichts auf den verheerenden Einbruch hin, die sich die Gastgeberinnen in den verbleibenden Minuten bis zum Pausenpfiff erlaubten sollten.

Zunächst dauerte es keine 120 Sekunden, bis Düsseldorf aus dem Rückstand den 12:12-Ausgleich gemacht hatte. Und auch eine sofortige Auszeit Sauls konnte den Negativlauf nicht stoppen. So blieben die Kleenheim-Langgönser Damen auch in den verbleibenden knapp fünf Minuten bis zum Wechsel ohne eigenen Treffer, mussten aber gleich vier weitere Gegentore einstecken und gingen nach einem 0:7-Lauf (!) mit einem 12:16-Rückstand in die Kabinen.

In Halbzeit zwei kamen die Kleebachtalerinnen zwar schnell näher (15:17, 34.), beim 23:17 nach 42 Minuten war Düsseldorf aber wieder enteilt und schien seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch der Kampfgeist der Gastgeberinnen war enorm und auch spielerisch zeigte sich die Saul-Sieben nun von ihrer besten Seite.

So kam Kleenheim-Langgöns durch einen eigenen 6:0-Lauf tatsächlich noch zum Remis (23:23) und glich auch in der Schlussphase immer wieder aus (24:24, 25:25, 26:26). Auf Lina Klinnerts 27:26 gut eine Minute vor dem Ende fanden die Gastgeberinnen aber keine passende Antwort mehr und mussten sich daher äußert unglücklich geschlagen geben.

Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann - Eggers (3), Lotz (1), Bachenheimer (3), Kleinpell, Suchantke, Arch, vom Hagen (5), Kiethe (8/3), Klug (2), Schäfer, Weber (4).

Düsseldorf: Happe, Watermeier - Otten, Münch (1), Engel (2), Klinnert (8), Bergschneider (2), Söntgen, Herbak, Knippert (5), Freude (2), Heinrich (7/3).

Schiedsrichterinnen: Falter/Feldmann (Fürth/Birkenau). - Zuschauer: 100. - Zeitstrafen: zwei (Bachenheimer, Weber) - zwei (Bergschneider, Söntgen). - Siebenmeter: 4/3 - 3/3.

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