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Sieben Tore für das Halbfinale

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Halbfinale! Die »Roten Teufel« des EC Bad Nauheim feiern den finalen Sieg über die Kassel Huskies. Nun geht es gegen die Ravensburg Towerstars. © chuc

Kassel/Bad Nauheim (wbe). Erstmals seit seiner Zugehörigkeit zur DEL2 hat der EC Bad Nauheim das Playoff-Halbfinale erreicht. Im siebten und entscheidenden Spiel in der Serie gegen die Kassel Huskies feierten die »Roten Teufel« am Dienstagabend einen 7:3 (3:1, 2:1, 2:1)-Erfolg vor 3481 Zuschauern in der Kasseler Eishalle. Wegbereiter für den Bad Nauheimer Sieg waren die beiden Kontingentspieler Jerry Pollastrone und Tristan Keck, die jeweils zwei Treffer erzielten.

Im Halbfinale treffen die Badestädter jetzt auf die Ravensburger Towerstars.

»Ich bin unfassbar stolz, was meine Mannschaft heute Abend geleistet hat. Trotz sechs personeller Ausfälle haben wir mit Leidenschaft und viel Struktur dieses siebte Spiel angenommen. Die ersten sechs bis sieben Minuten haben wir mit ein bisschen Glück überstanden, das zweite Drittel war dann das vielleicht beste Drittel der Saison«, sagte EC-Headcoach Harry Lange nach der Begegnung. Bei Bad Nauheim gesellten sich zu den Langzeitverletzten noch die Ausfälle von Tomas Schmidt, Andrej Bires, Daniel Ketter und Andreas Pauli. Erstmals seit Wochen war Robin van Calster wieder im Kader.

Die Partie begann mit druckvollem Spiel der Nordhessen, die auf ein schnelles Tor aus waren. Bad Nauheim überstand diese erste Druckphase der Kasseler und ging nach zehn Minuten durch Tobias Wörle zunächst in Führung und legte wenig später durch Eric Stephan nach. Während Huba Sekesi für den EC den dritten Treffer verpasste, setzte sich Joel Keussen erfolgreich nach vorn in Bewegung. Den Abpraller seines Schusses verwandelte Lois Spitzner zum 1:2. Glück für Bad Nauheim, dass Jerry Pollastrone 19 Sekunden später bereits wieder den alten Abstand herstellte.

Der US-Boy war es dann auch, der zu Beginn des Mitteldrittels auf 4:1 erhöhte. Die erste Zeitstrafe der Gäste (Mick Köhler) nutzte Kassel eiskalt aus und verkürzte auf 2:4 durch Hans Detsch. Die Partie war damit wieder offen, wobei sich der EC nun gute Möglichkeiten erspielte - eine führte durch Jordan Hickmott nach Zuspiel von Jerry Pollastrone zum 5:2.

Keck macht den Sack zu

Als Jordan Hickmott im Schlussdrittel auf die Strafbank musste, war Kassel durch Brett Cameron mit dem 3:5 zur Stelle. Die Nordhessen mobilisierten jetzt alle Kräfte, doch die EC-Abwehr mit Torwart Felix Bick erwies sich als unüberwindliches Bollwerk. Auf der anderen Seite legte Taylor Vause auf den mitgelaufenen Tristan Keck zurück, der Bad Nauheimer Torjäger machte mit dem 6:3 den Sieg praktisch perfekt. Das 7:3 von Tristan Keck ging unter dem Jubel der mitgereisten EC-Fans fast unter.

Nach dem Halbfinal-Einzug gibt es für den EC Bad Nauheim keine Möglichkeit, den Erfolg richtig zu genießen. Bereits am Donnerstag sind die Badestädter um 20 Uhr zu Gast bei den Ravensburg Towerstars. Auch diese Halbfinal-Serie wird im Modus »Best-of-Seven« entschieden, wobei die Spiele bis zur Entscheidung im Zwei-Tages-Rhythmus mit wechselndem Heimvorteil durchgeführt werden.

»Ich habe den Jungs frei gegeben, am heutigen Donnerstag findet ein kurzes Video-Studium statt und dann steigen wir bereits in den Bus nach Ravensburg«, schildert EC-Headcoach Harry Lange den Ablauf, der praktisch kaum eine Vorbereitung auf den nächsten Gegner zulässt. »Nur gut, dass die Ravensburger einen ähnlichen Stil spielen wie die Kasseler. Allerdings verfügen sie über eine etwas stärkere Defensiv-Abteilung«, glaubt Lange, der sein Team aktuell im Lauf sieht, während die Ravensburger nach ihrem schnellen 4:0-Durchmarsch gegen Crimmitschau zuletzt eine längere Pause hatten.

Personell hat Harry Lange einige Sorgen. Andrej Bires, Daniel Ketter, Tomas Schmidt und Andreas Pauli fehlen wegen Corona, Patrick Seifert dürfte ebenfalls ausfallen. »Da mir die Verteidiger ausgehen, wird möglicherweise Joel Messner wieder in den Kader zurückkehren und Tristan Keck pausieren«, grübelt Lange über seine Aufstellung.

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