1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Sieg im Hessenderby

Erstellt: Aktualisiert:

gispor061221-rackelos1li_4c
Umkämpftes Derby: Rackelo Johannes Lischka ist von einer Hanauer Kohorte umzingelt. © Schepp

Gießen (cnf). Die Gießen 46ers Rackelos haben in der aktuellen Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Süd bereits das eine oder andere knappe Duell erlebt - und in solchen Fällen meist den Kürzeren gezogen. Am Sonnabend drehten die Mittelhessen um Cheftrainer Patrick Unger den Spieß einmal um: Auch gegen die Hanau White Wings ging es zwar eng zur Sache, am Ende triumphierten aber die Rackelos mit 73:

72.

Gießen 46ers Rackelos - W. W. Hanau 73:72

»Das war eine schwere Geburt«, äußerte sich Ivica Piljanovic, Co-Trainer der Gießen 46ers Rackelos, nach dem Abpfiff. Die Hausherren - deren US-Flügelspieler Kienan Walter den Club bekanntlich verlassen hat und dessen Ersatz und Landsmann, Guard-Spieler Montreal Scott am Wochenende noch nicht spielberechtigt war - fanden zunächst gut ins Spiel (12:5, 4.). Nach Ablauf des ersten Abschnitts führten die Lahnstädter mit 25:17 (10.), wobei Piljanovic festhielt: »Uns war klar, dass wir gegen eine aggressive und athletische Mannschaft spielen werden. Wir haben den Ball am Anfang aber gut laufen lassen und waren aggressiv bei der Sache.«

Im zweiten Durchgang (14:18) ließ es das Unger-Team indes etwas gemächlicher angehen. Die White Wings bestraften das prompt und kamen, unter anderem dank eines 7:0-Laufs gegen Ende des Abschnitts, bis zur Halbzeitsirene bis auf vier Punkte heran.

In der Folge bekamen die Zuschauer ein knappes und ausgeglichenes Duell zu sehen (46:44, 24.), in dem es durchaus auch mal hitziger wurde. In das vierte Quarter gingen beide Teams bei einem ausgeglichenen 55:55-Zwischenstand (30.).

Den besseren Start in die Schlusssequenz erwischten die Gäste aus Hanau (57:62, 33.). In der 33. Minute erhielt Rackelos-Headcoach Patrick Unger ein zweites Technisches Foul nach Interaktion mit den Unparteiischen. »Ich hatte das Gefühl, er wollte uns aufwecken«, sagte Ivica Piljanovic, der in der Folge das Coaching bis zum Abpfiff übernehmen musste.

Spannung bis zur Schlusssirene

Das Hessenderby blieb umkämpft (66:66, 36.), bis kurz vor Schluss offen und von jeweils starker und konzentrierter Defensivarbeit geprägt. Mit dem Schlusspfiff kam White Wings-Akteur Niklas Krause noch zu einem Distanzwurf, setzte diesen aber vorbei - womit die Punkte endgültig in Gießen blieben.

»Wir haben es uns auch irgendwo verdient, weil wir es uns erarbeitet und intensiv gearbeitet haben«, freute sich Ivica Piljanovic, der ferner konstatierte: »Wir haben Hanau bei 72 Punkten gehalten, das ist gut. Offensiv hätten wir vielleicht noch einen Tick mehr machen können.«

Nächsten Sonntag geht es für die Gießener Bundesliga-Reserve bei den College Wizards Karlsruhe weiter. »Da hoffen wir natürlich, dass wir alle an Bord haben werden und auch unser neuer Amerikaner spielberechtigt sein wird«, so Piljanovic.

Gießen 46ers Rackelos: Brach 13/1, Ziring 13/3, Schneider, Göbel, Uhlemann 2, Lischka 3/1, Njie, Rostek 3/1, Baumgarten 2.

Auch interessant