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Sieg ins Ziel gerettet

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Leonie Nowak (TSG Leihgestern) setzt sich energisch zum Torerfolg durch, Leona Parma (HSG Lumdatal) kann nur Spalier stehen. Foto: Vogler © Vogler

Rabenau-Londorf (mol). Trotz einer Fünf-Tore-Führung nach 40 Minuten hat sich die TSG Leihgestern am Sonntagabend in der Frauenhandball-Oberliga in den Schlusssekunden zum Derbysieg gezittert. Nach dem 16:11 schmolz der Vorsprung bis zum Ende immer weiter zusammen, letztlich rettete das Team von Trainerin Jonna Jensen einen Treffer Vorsprung über die Ziellinie und führt die Tabelle nach dem 21:

20 (13:8)-Erfolg bei der HSG Lumdatal weiterhin verlustpunktfrei an.

HSG Lumdatal - TSG Leihgestern 20:21

»Heute geht ein Lob an mein Team für die starke kämpferische und die Abwehrleistung. Offensiv haben wir immer wieder verpasst, zielgerichteter zu spielen und das Spiel früher zu entscheiden. Wir haben uns einige Fehler erlaubt. Aber letztlich zählen die zwei Punkte«, so Jensen, deren Team den Erfolg mit der möglicherweise schweren Fußverletzung von Nessima Kerdi in Hälfte eins teuer bezahlte.

Der Spitzenreiter erwischte in Londorf den besseren Start und lag nach einem Treffer von Kreisläuferin Leonie Nowak in der fünften Minute bereits mit 4:1 vorne. Nur weitere fünf Minuten später war der Drittliga-Absteiger aber wieder auf Augenhöhe, Svenja Mohr hatte den 4:4-Ausgleich besorgt. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war das Jensen-Team dann aber das bessere, legte durch Jessica Dias-Carneiro wieder ein 8:5 (18.) vor und zog dann über das 11:7 (27.) bis zur Pause auf 13:8 davon.

Und auch in den ersten Minuten nach der Halbzeit deutete noch nichts auf ein Comeback Lumdatals hin, denn beim 16:11 (40.) durch einen Dias Carneiro-Siebenmeter betrug Leihgesterns Vorsprung immer noch fünf Treffer. Danach erlaubte sich die TSG aber fünf Minuten zum Vergessen, während die kampfstarke HSG Bälle eroberte, ins Tempospiel kam und beim 16:16 durch Mohr ausglich. Doch in der Folge behielt Leihgestern die Nerven, während Lumdatal leichtfertig Bälle hergab, sodass die Gäste beim 19:16 (49.) und auch beim 21:18 (56.) klar auf Siegkurs lagen. Kim Fuhrländer und Nina Hasenkamp verkürzten zwar im Schlussspurt noch einmal bis auf 20:21 (59.), und nach einem Ballverlust der Jensen-Sieben war in den Schlusssekunden noch ein Unentschieden für die Gastgeberinnen möglich. Doch diese brachten auf den letzten Drücker keinen gefährlichen Abschluss mehr zustande.

»Unter dem Strich wäre ein Remis für unseren Kampfgeist vielleicht auch verdient gewesen, aber es waren dann die Kleinigkeiten, in denen wir einen Tick schlechter waren. Wir sind zwar nicht gut ins Spiel gekommen, haben dann aber sehr gut verteidigt, vor allem gegen die starke Kreisläuferin Nowak. Im Angriff hatten wir insgesamt wieder viel zu wenig Tempo und auch eine schlechte Wurfauswahl«, so HSG-Coach Marcel Köhler, der auch im Torhüterinnen-Duell Vorteile bei der TSG Leihgestern sah.

Lumdatal: Schütz, Schuster - Sauer, Franziska Müller (2), Mohr (4/1), Carmie Schneider (2), Noemi Schneider, Hasenkamp (4), Parma, Bulling (2), Smajek, Fuhrländer (6).

Leihgestern: Stövesand, Weier - Prauss, Zieger, Clausius (2), Carstens (2), Nowak (4), Dias Carneiro (8/5), Kerdi (2), Appel (2), Kunzig, Jochem (1).

Schiedsrichter: Hegebart/Schönberger (Eltville) - Zuschauer: 229. - Zeitstrafen: vier (Bulling zwei, Franziska Müller, Carmie Schneider) - drei (Prauss, Nowak, Jochem) - Siebenmeter: 2/1 - 5/5.

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