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»So sollte das nicht enden«

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Gießen (rd). Jörg Hildebrand, gemeinsam mit Deniz Solmaz beim Kreisoberligisten TSG Wieseck verantwortlich für die sportlichen Belange, ist nicht erfreut über die Entwicklung, will aber die Wogen glätten, denn »ich habe eine hohe Meinung von Matthias Günther, sonst hätte ich ihn vor drei Jahren ja gar nicht angesprochen.« Und Hildebrand, gerade 60 Jahre jung geworden, packt noch einen obendrauf:

»Ich und wir als TSG Wieseck sind ihm zu großem Dank verpflichtet, wir hatten ja damals wirklich keine Mannschaft mehr und gemeinsam mit Matthias, der sich mächtig ins Zeug gelegt hat, haben wir was aufgebaut.«

Hildebrand betont aber auch, dass er sich keiner Schuld bewusst sei, dass es aber »vielleicht ein wenig unglücklich gelaufen ist.« Er habe mit Absicht bis nach dem letzten Spiel gegen Burkhardsfelden am 5. Dezember gewartet und zuvor »absolutes Stillschweigen mit Stefan Frels und Martin Selmo vereinbart. Es war ja auch gar nicht lange in der Vorbereitung. Wir wollten mit Matthias aufsteigen und dann im Sommer einen neuen Impuls setzen.« Aber dann brodelte die Gießener Gerüchteküche eben doch. »Vielleicht hätte ich es ihm ein wenig früher sagen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer. Ich wollte halt das letzte Spiel abwarten.«

Die Online-Konferenz am 21. Dezember hat Hildebrand wie übrigens auch Günther als »gut und ausgleichend empfunden. Und da waren wir ja auch soweit, gemeinsam die Saison zu Ende zu spielen.« Dass das Fass für Günther überlief, als klar war, dass sich Frels/Selmo an einem Dienstag vor oder nach dem Training der Mannschaft vorstellen sollten, ist für Hildebrand nicht nachvollziehbar: »Es war einfach pragmatisch gedacht, eine Viertelstunde, wenn die Jungs sowieso da sind. Im Nachhinein hätten wir es anders regeln sollen, aber ich habe das wirklich nicht als Affront verstanden.«

Sein Fazit: »Wir hätten mit Matthias gerne die Runde zu Ende gespielt. Es wollte keiner, dass er jetzt aufhört. Ich hoffe und glaube, dass sich die Wogen wieder glätten. Und wenn wir den Aufstieg schaffen, ist das auch sein Erfolg.«

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