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Sonne strahlt für Schmidt und Sieber

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Von: Leon Alisch

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Starker Sprint über die 100 Meter: Keanu Schmidt von der TSG Alten-Buseck. Foto: Alisch © Alisch

Wetzlar (lab). Endlich kommt der Regen, die Blätter fallen und die Temperaturen verbleiben unterhalb der 20 Grad. Der Herbst zieht ein. Und macht vor den Sportplätzen der Region nicht halt. Kein Grund allerdings, die Schuhe direkt in die Ecke zu stellen. Denn manchmal treibt der Wind des Septembers so manchen Leichtathleten ungeahnt schnell über den roten Untergrund.

Vorausgesetzt, er kommt von hinten.

Das Herbstsportfest in Wetzlar bringt genau diese Ambivalenz mit sich. Ob es schüttet oder die Sonne knallt, unterscheidet sich Jahr für Jahr. Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Und wer an jenem Tag aus dem Fenster geschaut hat, weiß, welches Wetter die knapp 80 Athletinnen und Athleten im Wetzlarer enwag-Stadion erwartete.

Wer Glück hatte, der lief im Sonnenschein. Wie Keanu Schmidt von der TSG Alten-Buseck, der besonders im Sprintbereich in diesem Jahr gute Fortschritte gemacht hat. In Wetzlar blieb der M15-Athlet über 100 Meter erstmalig unter den zwölf Sekunden. Und das gleich zwei Mal: Nach 11,88 s im Vorlauf bestätigte er die gute Form im Einlagelauf mit 11,96 s erneut. Der Rückenwind war beide Male wohlgemerkt im gültigen Bereich. Damit rangiert er in Hessen unter den Top zehn seiner Altersklasse.

In der U18 wusste Lasse Tiki Matheis auf den 100 m zu beeindrucken: Trotz erst weniger Auftritte im Leichtathletik-Bereich zeigte Matheis in Wetzlar mit 11,73 s seine Sprintqualitäten. Da geht war für die Zukunft.

Starke Zeiten gab’s trotz nasser Bahn auch von Viktoria Sieber (LAZ Gießen) bei den Frauen. Bei etwas zu starkem Rückenwind lief Sieber mit 12,82 s wieder an alte Bestzeiten heran. Im Einlagelauf schüttete es dann so sehr, dass hier keine Steigerung mehr möglich war. Emma Hofmann (U20) von der LG Wettenberg versuchte sich unterdessen erstmals in dieser Saison am Weitsprung. Bei einigen Problemen, das Brett zu treffen, reichte es mit 4,91 m fast zu einer neuen Bestleistung. Julia Wagner (TSG Gießen-Wieseck) flog bei den Aktiven genau sieben Zentimeter weiter auf 4,98 m. Das Besondere: Gleich vier Sprünge landeten jenseits der 4,90 m - das spricht für Konstanz und für eine gute Basis für Luft nach oben.

Starke Sprünge

Den auch regnerisch »krönenden« Abschluss bildeten die 800 m: Hier bekamen die Athleten nochmal die ganze Wucht des Tages zu spüren. Ein doppelter Kampf unter anderem für Sofia Schnorr (W14/LGLO), die das Ziel in 2:37,99 min erreichte. Lene Teßmer (U20/LG Wettenberg) nahm ihr in 2:34,85 s knappe drei Sekunden ab. Hiernach war Schluss. Für den Tag und für die meisten Athleten auch für die Saison.

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