Spaßeinsatz für Gau

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Gießen (ne). Gegen den in Bestbesetzung an die Lahn gekommenen BV Borussia Dortmund II gelangen Tischtennis-Regionalligist Gießener SV ganze zwei Satzgewinne. Die chancenlosen Schwimmer erlaubten es sich, ihren treuen Zuschauer Rolf Gau im Doppel als »Spaßspieler« einzusetzen.

Nach den beiden hohen Auswärtsniederlagen der Watzenborner Oberliga-Herren klang Stefan Harnisch einigermaßen ernüchtert: »Das war ein ganz schweres Wochenende für uns. Vor allem im Match beim TV Dreieichenhain gingen alle knappen Sätze gegen uns aus..« Oberliga-Aufsteiger NSC Watzenborn-Steinberg ist sich darüber im Klaren, dass der Abstieg wohl kaum zu verhindern sein wird. »Wir sind aber richtig in der Klasse, und wir wollen in der Rückrunde noch ein paar Punkte holen«, bleibt Harnisch kämpferisch.

Mit einem klaren 9:3-Heimerfolg über den TSV Breitenbach festigte der TV Großen-Linden den zweiten Platz in der Hessenliga hinter dem spielfreien Gießener SV II. Gleichzeitig leisteten die Lindener damit dem TSV Allendorf/Lumda etwas Schützenhilfe, denn die Lumdataler unterlagen ersatzgeschwächt beim TSV Eintracht Felsberg mit 4:9. So blieb der Abstand von vier Zählern zu Breitenbach und den gefährdeten Rängen erhalten.

Regionalliga

Gießener SV - BVB Dortmund II 0:10: Michael Fuchs konnte mit Rückenbeschwerden nicht eingesetzt werden, Cyrill Menner spielte kein Doppel. Denn Rolf Gau kam zu einem Ehreneinsatz an der Seite von Timo Geier gegen Qi/Fadeev - dabei ging der zweite Durchgang nur knapp verloren. Luis Frettlöh/Christian Schmirler überraschten Panic/Verdonschot im ersten Satz, hatten danach aber keine Chance mehr.

In den Einzeln mussten die Gießener - bis auf eine Ausnahme - die große Überlegenheit der Dortmunder anerkennen. Geier war dann aber auf den Weg zum Ehrenzähler: Nach dem Verlust des ersten Satzes überrumpelte er Verdonschot mit 11:4, verlor den dritten Durchgang nur knapp mit 9:11. Letztlich gab Geyer eine hohe 8:3-Führung im 4. Satz noch ab, unterlag noch unglücklich mit 14:16.

Oberliga

TTC Langen - NSC Watzenborn-Steinberg 7:3: So weit weg vom Gegner, wie es das Endergebnis aussagt, waren die Watzenborner beileibe nicht (Bilanz der Bälle 346:320). Während Fabian Moritz/Florian Müller klar verloren, behaupteten sich Stefan Harnisch/Jan Hartmann nach knappem Gewinn des ersten Satzes noch mehr als deutlich. Moritz verlor beide Einzel gegen Nogami und Ratushniak in nahezu allen Sätzen knapp, Müller aber deutlich. Hartmann und Harnisch bezwangen Giemsa mit 3:1, unterlagen Mosiuk glatt mit 0:3.

TV Dreieichenhain - NSC Watzenborn-Steinberg 8:2: Mehr als die Hälfte der verlorenen Sätze (insgesamt 15 von 26) gingen mit 8:11, 9:11 oder in der Verlängerung verloren. Sechsmal unterlagen die Watzenborner dabei mit 1:3, nur zwei Matches - nämlich die von Florian Müller - endeten mit 0:3. Stefan Harnisch/Torsten Kirchherr hatten dabei noch glücklich mit 11:9 im 5. Satz gegen Gehm/Dörner für einen guten Auftakt gesorgt. Fabian Moritz, der mit Florian Müller das Doppel gegen Bomsdorf/Werner abgegeben hatte, glich mit einem 3:0 über Gehm zum 2:2 aus - das sollte es dann aber gewesen sein für den NSC an diesem Nachmittag.

Hessenliga

Eintracht Felsberg - TSV Allendorf/Lumda 9:4: Ohne Slawomir Karwatka und Manfred Krupenkow blieb es erneut wieder Marco Grohmann und Oliver Welt vorbehalten, den Felsbergern einigermaßen Paroli zu bieten. Nach etwas schwierigem Auftakt wurden Heimel/Zimmermann im Doppel mit 3:0 geschlagen. Grohmann gewann sowohl gegen Imberger (3:1) als auch Blumhardt, benötigte dafür aber fünf Sätze. Welt gab gegen Blumhardt in fünf Sätzen ab, siegte aber gegen Imberger ebenfalls mit 3:1. Im letzten Einzelmatch des Abends bot sich Maximilian Preis die Chance auf einen weiteren Zähler, nach 2:0-Führung gegen Merle musste der Lumdataler jedoch noch seinem Kontrahenten zum Sieg gratulieren. Timon Schwarz, Uli Bandt und Tim Leipold hielten zumindest phasenweise gut mit.

TV Großen-Linden - TSV Breitenbach 9:3: Das Endergebnis liest sich sehr deutlich, die Breitenbacher machten den Gastgebern aber mächtig zu schaffen. Sechsmal ging es in den Entscheidungssatz, viermal dabei endeten die Begegnungen für den TV. Nur drei Begegnungen endeten 3:0 für Gr.-Linden (Carsten Jung/Philipp Horvath, Andrius Preidzius und Matas Vilkas im jeweils zweiten Einzel). Preidzius und Vilkas blieben aber insgesamt ungeschlagen. Zwei Fünfsatzsiege gingen auf das Konto von Roland Fritsch, der mit Alexander Roßbild anfangs das Doppel abgegeben hatte. Jung und Roßbild führten gegen Bauer bzw. Küllmer mit 2:1, kassierten aber bittere Niederlagen. Auch Horvath trug sich gegen Kalem in die Einzel-Siegerliste ein.

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