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Spielerisch und kämpferisch

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Merle Carstens im Clinch mit gleich drei Hüttenbergerinnen. Während die TSG Leihgestern auch gegen Wettenberg sich kämpferisch im nächsten Derby durchsetzen will , reist der TVH an diesem Sonntag nach Fritzlar. © Schepp

Gießen (mol). Die Blicke der heimischen Fans der Frauenhandball-Oberliga richten sich an diesem Wochenende sicherlich vermehrt auf die Lindener Stadthalle. Dort wird die TSG Leihgestern versuchen, mit einem Heimerfolg im Derby gegen die HSG Wettenberg das Ticket für die Meisterrunde endgültig zu buchen, während die Gäste dem Tabellenführer wie im Hinspiel ein Bein stellen möchten.

Eine wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt bestreitet zudem der TV Hüttenberg am Sonntag im nordhessischen Fritzlar.

TSG Leihgestern - HSG Wettenberg (Samstag, 20 Uhr, Stadthalle Linden): Mit Selbstvertrauen dürften sich die beiden heimischen Vertreter am Samstagabend gegenüberstehen, denn sowohl die TSG als auch die HSG präsentierten sich zuletzt in starker Verfassung. Während Wettenberg vier seiner letzten fünf Spiele gewinnen konnte, entschied Leihgestern in diesem Zeitraum sogar alle fünf Vergleiche für sich und kletterte an die Tabellenspitze. Im Hinspiel in Launsbach hatte die Nober-Sieben allerdings mit 25:20 die Nase vorne. »Daher ist es ganz klar, dass wir es wesentlich besser machen wollen als damals«, so TSG-Trainerin Jonna Jensen, die sich dabei einen Mix der Partien des letzten Wochenendes gegen Hüttenberg (30:18) und Hoof (24:21) erhofft. »Wir wollen das Spielerische vom Freitag und das Kämpferische vom Sonntag mitnehmen und versuchen, diesmal beides zu vereinen!«

Eine gute Abwehrarbeit ist für den Wettenberger Trainer die Basis, soll es mit der Überraschung etwas werden. So gestattete die HSG den Gegnerinnen in den letzten vier Spielen nie mehr als 19 Treffer. »Daran gilt es anzuknüpfen, wir müssen aggressiv und aktiv verteidigen und versuchen, Leihgestern zu schlechten Abschlüssen zu zwingen«, betont Kai Nober, der zudem weiß, dass es für seine Mannschaft auch auf ein strukturiertes und effektives Angriffsspiel ankommen wird. Was aufgrund der abermaligen Umstellung auf ein Spiel »mit Harz« für die Damen aus dem Gleiberger Land aber sicherlich nicht einfach wird.

SV Germania Fritzlar II - TV Hüttenberg (Sonntag, 14 Uhr, Halle der König-Heinrich-Schule Fritzlar): Wieder zurückfinden in die Spur wollen die Handballerinnen des TVH am frühen Sonntagnachmittag nach der klaren 18:30-Niederlage bei der TSG Leihgestern vom vergangenen Wochenende. Mit dem Gastspiel bei den Nordhessinnen, die aktuell zwei Pluspunkte mehr aufweisen als die Tietböhl-Truppe, wartet dabei eine wichtige Partie.

Im Hinspiel dominierte Hüttenberg vor allem in den zweiten 30 Minuten und konnte das Spiel klar mit 32:20 für sich entscheiden. »Damals waren die personellen Gegebenheiten aber noch andere, Lisa Naumann hat da beispielsweise sehr stark aufgespielt«, so der TVH-Coach, der noch ergänzt. »Daher ist das Hinspiel für uns zwar kein Maßstab, aber trotzdem werden wir alles dafür geben, um Zähler aus Fritzlar mitzunehmen. Doch sie sind sehr heimstark, weshalb wir dort mit Respekt hinreisen«.

In der Tat holte Fritzlar sechs seiner acht Punkte zuhause, der TVH musste in der Fremde dagegen bislang alle vier Spiele verloren geben.

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