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Spitzenreiter im Derby-Test

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Gießen (mol). Während die HSG Kleenheim-Langgöns auch am Wochenende spielfrei ist, steht am Samstagabend in der Frauenhandball-Oberliga in Launsbach ein mittelhessisches Derby an, in dem die gastgebende HSG Wettenberg dem Tabellenführer TSG Leihgestern ein Bein stellen will. Heimrecht genießt zeitgleich auch die HSG Lumdatal, die gegen die TSG Oberursel den ersten Sieg auf eigenem Parkett einfahren will.

HSG Lumdatal - TSG Oberursel (Samstag, 19.30 Uhr, Lumdatalhalle Londorf): Nach 6:0 Punkten zu Saisonbeginn müssen die Lumdatalerinnen nun seit drei Partien auf einen Sieg warten, in Fritzlar (25:25) glitt dieser dem Team von Marcel Köhler erst wenige Sekunden vor dem Ende noch auf den Händen. Mit Oberursel wartet tabellarisch nun der Drittletzte, die Südhessinnen verpassten Punktgewinne aber oft nur knapp.

»Oberursel ist besser als seine Platzierung und gehört für mich in die obere Tabellenhälfte«, sagt der Lumdataler Coach. »Das Prunkstück ist sicherlich der Rückraum mit zwei wurfstarken Halblinken, einer wendigen Mittelspielerin und mit Jana Sellner auf Halbrechts, die zu den besten Spielerinnen der Liga gehört. Daher kommt es darauf an, diese in der Abwehr in den Griff bekommen. Zudem braucht es wieder eine Steigerung im Angriff.«

Fehlen wird der HSG die erkrankte Torhüterin Steffi Schütz, hinter dem Einsatz von Nina Hasenkamp (Ellenbogen) steht noch ein Fragezeichen.

HSG Wettenberg - TSG Leihgestern (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land): Nach drei Auswärtspartien am Stück, in denen die Damen aus dem Gleiberger Land zuletzt zwei Niederlagen einstecken mussten, genießt das Team von Kai Nober endlich wieder Heimrecht. Herausfordernder könnte die Aufgabe dabei aber kaum sein, denn mit der TSG Leihgestern gastiert der bislang makellose Spitzenreiter in Launsbach.

In einer recht ausgeglichen Klasse rechnet sich Wettenbergs Trainer allerdings Chancen aus. »Wir freuen uns unheimlich, endlich wieder daheim spielen zu können und hoffen natürlich auf viele Zuschauer, die uns unterstützen werden«, so Nober, der noch anfügt, worauf es ankommen wird, wenn sein Team den Tabellenführer stürzen will. »Wir müssen aktiv und aggressiv verteidigen, brauchen eine gute Kombination aus Abwehr- und Torhüterleistung und wollen uns darüber Selbstvertrauen für den Angriff holen. Da müssen wir druckvoll und mit viel Bewegung spielen!«

Noch ohne Punktverlust und als Tabellenführer geht die TSG ins Derby, dafür aber mit reichlich Personalsorgen. So fallen Isabell Faber, Lara Eiskirch und auch Torhüterin Linda Bernack weiterhin aus, für Freya Welchert und Nessima Kerdi kommt das Spiel aufgrund von Verletzungen ebenfalls noch zu früh.

Trotz der Spitzenposition sieht Leihgesterns Trainerin ihr Team daher nicht in der Favoritenrolle. »Ich denke, dass die wegen des Heimvorteils und des fehlenden Harzes bei Wettenberg liegt«, denkt Jensen - wohl ungern - dabei auch an die 20:25-Niederlage ihrer Mannschaft in der Vorsaison zurück. »Aber wir haben das Harz-Thema in den letzten beiden Wochen ausgeblendet, uns gut vorbereitet und hoffen, der HSG Paroli bieten und etwas Zählbares mitnehmen zu können!«

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