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Spitzenspiel noch aus der Hand gegeben

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Nina Horvath unterliegt mit dem Team Mittelhessen gegen Bonn. Fotos (2): Schepp © Angelika Schepp

Gießen (cnf). Das ging rasch: Ihren ersten Spieltag im neuen Jahr hatten bereits die drei heimischen Vertreter in den Basketball-Nachwuchsbundesligen zu absolvieren.

Bei den U19-Junioren in der NBBL verpasste die Basketball Akademie Gießen 46ersdabei ihren ersten Saisonsieg im neunten Pflichtspiel der Hauptrunden-Gruppe A (Süd) und unterlag beim SC Jena, trotz eines guten Schlussspurts, mit 60:68. Die überhaupt erst erste Niederlage setzte es für das Team Mittelhessen in der WNBL (wU18): Das Römer-Team, das nach wie vor die Tabelle der Vorrunden-Gruppe Mitte anführt, patzte im Spitzenspiel gegen die BG Bonn (3.) mit 61:67.

Einzig das Gießener JBBL-Team (U16) der 46ers vermochte am Wochenende zu punkten und sich bei den BIS Baskets Speyer deutlich mit 98:62 durchzusetzen und damit seinen vierten Sieg in der Relegations-Gruppe 3 zu feiern.

NBBL (Hauptrunden-Gruppe A Süd): SC Jena - Basketball Akademie Gießen 46ers 68:60 (39:22): »Wir haben die Winterpause genutzt, um uns auf Jena vorzubereiten. Wir wollten deren Drei-Punkte-Würfe wegnehmen, das haben wir im Prinzip auch ganz gut umsetzen können«, resümierte Akademie-Coach Sherman Lockhart, der als Grund für die Niederlage unter anderem einen verhaltenen Start mit mehreren Turnovers ausmachte (21:9, 10.).

Erst nach einer Auszeit fanden die Gäste besser in ihren Rhythmus und kämpften sich vor allem im zweiten Durchgang immer wieder eindrucksvoll zurück. Am Ende verhinderte eine zu schwache Freiwurfquote sowie die eine oder andere Unkonzentriertheit den Gießener Debüt-Sieg in Thüringen. »Letztendich haben wir offensiv einen Schritt nach vorne gemacht, defensiv, bis auf ein paar Ausnahmen, sind wir auch weiterhin auf der Höhe«, so Lockhart.

Basketball Akademie Gießen 46ers: Döntgens 13, Andrews 8, Chromik 8, Göbel 8, Kreile 5, Sann 5, Bergmann 5, Burghard 5, Istrefi 3, Hadas, Sucke, Kohl.

JBBL (Relegationsgruppe 3): BIS Baskets Speyer - Basketball Akademie Gießen 46ers 62:98 (31:48): »Das war gut für uns als Auftakt nach der Winterpause. Man hat schon gesehen, dass da noch einiges im Argen liegt, aber insgesamt haben wir es dann souverän runtergespielt«, bilanzierte Akademie-Coach Marcus Krapp nach dem ungefährdeten Erfolg der Lahnstädter, bei denen Christian Mann das Scoring mit 30 Punkten und elf Rebounds anführte, beim Staffelschlusslicht.

Bereits die ersten beiden Viertel (12:23, 19:25) machten die Gäste für sich klar, besonders deutlich - und zugleich vorentscheidend - wurde die Sache dann aber in der dritten Sequenz (8:27). »Wir haben uns nicht leichtgetan, aber die waren einfach zu schwach«, wollte Krapp den Erfolg nicht überbewertet wissen und betonte: »Wenn wir nächste Woche gegen Südhessen gewinnen wollen, dann müssen wir einiges draufpacken.«

Gegen den noch unbezwungenen Tabellenführer Team Südhessen tritt die Gießener Akademie, auf die nun ein Doppelspieltag wartet, bereits am kommenden Samstag (11.30 Uhr) an. Nur einen Tag später sind die 46ers-Youngsters erneut gefordert und empfangen am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) den Vorletzten, die Young Gladiators Trier. »Da entscheidet sich vielleicht schon so manches«, sagt Krapp im Hinblick auf die Relegation.

Basketball Akademie Gießen 46ers: Mann 30, Mehovic 21, Heyne 12, Brodt 8, Keilmann 7, Hilton 7, Strobl 4, Bertram 4, Noyal 3, Thormeier 2, Hegele, Scherer.

WNBL (Vorrunden-Gruppe Mitte): Team Mittelhessen - BG Bonn 61:67 (33:27): »Wir haben es so ein bisschen aus der Hand gegeben«, hielt TM-Headcoach Ralf Römer nach dem Abpfiff fest. Die Gastgeberinnen waren am Sonntag zwar stark gestartet (21:11, 10.), führten auch bis Beginn des Schlussquarters (48:47, 30.), dort ließ die Konzentration dann allerdings merklich nach. Vor allem die Trefferquote der Heimmannschaft sank im finalen Abschnitt entscheidend. »Da kannst du das Spiel nicht mehr herum reißen«, wusste Römer, dessen Farben es am Ende allerdings auch mit einem erstarkten Gegner zu tun bekamen: »Die haben dann schon auch schwierige Würfe getroffen, da muss man auch mal Respekt zollen.«

Ein Beinbruch ist die erste Saison-Niederlage des heimischen Staffel-Primus indes nicht. »Vielleicht erdet das die Spielerinnen sogar mal ein wenig«, kommentierte der erfahrene Coach Ralf Römer die möglicherweise heilsame Niederlage.

Team Mittelhessen: Herzberger 4, Hildebrand 2, C. Horvath 14, N. Horvath 8, Mevius 15, Müller, Schmadel, Villwock 20, Koszewski 2.

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Ralf Römer kann mit der Niederlage gegen Bonn leben. © Angelika Schepp

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