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Spitzenspiel und Derbykracher

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Gießen (mol). In die Schlussphase der Qualifikationsrunde der Männerhandball-Oberliga starten die HSG Kleenheim-Langgöns und die HSG Pohlheim bereits am Freitagabend, die sich in Oberkleen nicht nur in einem Derby, sondern im Topspiel des Staffelersten gegen den Zweiten gegenüberstehen. Besser präsentieren als im ersten Vergleich am Dienstagabend möchte sich die HSG Wettenberg, die am Samstag mit der MT Melsungen II aber ein echtes Liga-Schwergewicht empfängt.

HSG Kleenheim-Langgöns - HSG Pohlheim (Freitag, 20 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Ihr letztes Heimspiel in der Qualirunde bestreitet die Truppe von Matthias Wendlandt, die dabei bereits heute ein großes Kaliber erwartet. Doch nach dem Punktgewinn bei der SG Bruchköbel (22:22) ist den Kleebachtalern der Platz in der Meisterrunde nicht mehr zu nehmen, dementsprechend entspannt können die Gastgeber in das Derby gehen. »Mit Pohlheim haben wir den absoluten Topfavoriten auf den Staffelsieg bei uns zu Gast. Sie sind auf jeder Position doppelt stark besetzt und verfügen mit Stefan Lex, Max Rühl oder Moritz Lambrecht über absolute Ausnahmespieler in dieser Klasse«, weiß der SGK-Coach um die großen Qualitäten des Kontrahenten, der diese beim 23:14-Hinspielsieg auch ausgespielt hat. Trotz des bislang starken Abschneidens ziehen sich die Ausfälle auf Kleenheim-Langgönser Seite wie ein roter Faden durch die Saison, diesmal wird auch noch Top-Torjäger Niklas Roth fehlen.

Kontrastprogramm dagegen in Pohlheim, bei denen Coach Lex mit Ausnahme des Langzeitverletzten Torben Weinandt (Kreuzband) auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. »Alle Mann sind fit und an Bord. Daher freuen wir uns auf das Derby«, sagt Pohlheims Trainer, der aber um die Bedeutung weiß, denn die Zähler der Partie werden in die Meisterrunde übernommen. »Wir wollen natürlich keine weiteren Minuspunkte mitnehmen und nach dem Hinspiel auch das Rückspiel gewinnen. Daher sind wir gut vorbereitet, auch auf die offensive SGK-Abwehr.«

HSG Wettenberg - MT Melsungen II (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land): Nur vier Tage nach dem Hinspiel stehen sich die Wettenberger und Melsunger Handballer erneut gegenüber, beim 34:18-Erfolg der MT am Dienstagabend lag in den ersten 30 Minuten (21:7) ein Klassenunterschied zwischen den beiden Kontrahenten. »Es war wie ein Fußballspiel auf einem regennassen Platz. Melsungen hatte allerdings Stollenschuhe an, wir dagegen nicht«, wählte HSG-Trainer Axel Spandau einen bildlichen Vergleich, den er mit Blick auf das Wochenende noch ergänzte: »Ich denke aber, dass wir am Samstag auch mit Stollenschuhen auflaufen werden!« Vor allem war die hohe Niederlage auch der Personalsituation geschuldet. Und auch wenn die Nordhessen am Samstag in der Favoritenrolle sind, so sind die Wettenberger diesmal deutlich besser aufgestellt. Tom Warnke konnte schon erste Spielminuten sammeln, auch Jan Stroh, Philipp Schneider und Kai Olbert stehen Spandau zur Verfügung.

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