Spontaner Trainerwechsel bei der SG Hettersroth/Burgbracht

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GELNHAAR/KEFENROD/HETTERSROTH - Eigentlich sollte Jan Kromm den Büdinger Fußball-Kreisoberligisten SG Hettersroth/Burgbracht in der kommenden Saison als Spielertrainer auf den Platz führen. Daraus wird nun aus beruflichen Gründen nichts. Der 29-Jährige heuert stattdessen als Spieler beim Ligakonkurrenten VfR Wenings an. Kromms Nachfolger bei der SG steht auch schon fest und ist ein alter Bekannter.

Sein Name: Markus Sinner.

Kromm kam im Herbst des vergangenen Jahres als "aushelfender Co-Spielertrainer" nach Hettersroth und wurde im Januar 2021 zum Chefcoach befördert (für Gerd Deckenbach). Während des letzten Lockdowns habe sich beim ehemaligen Verbandsligaspieler des FC Hanau 93 und TSV Grebenhain allerdings einiges getan. "Ich absolviere gerade eine Weiterbildung zum Physiotherapeuten. Im Oktober kommt noch eine andere Weiterbildung hinzu. Da bleibt mir keine Zeit, eine Mannschaft zu trainieren", betont der in Gelnhaar lebende Personal Trainer und fügt hinzu: "Es gab keinen Ärger mit Hettersroth/Burgbracht. Wir haben alles freundschaftlich geregelt." Auch wenn Kromm mit der Personalplanung nicht hundertprozentig zufrieden war. "Wir haben über mögliche Neuzugänge gesprochen, die alle nicht gekommen sind."

So oder so: Zeitlich hätte es nicht mehr gepasst. "In Wenings muss ich nicht in jedes Training gehen. Und wenn ich sonntags mal einen beruflichen Termin habe, geht die Welt auch nicht unter." Trotzdem hat Kromm mit dem Kreisoberliga-Spitzenteam, für das er früher schon einmal aktiv war, viel vor. "Ich will mit Wenings ganz oben mitspielen", stellt er klar.

Bernd Göth, Spielausschuss der SG Hettersroth/Burgbracht, sagt: "Natürlich hat uns das alles etwas überrascht. Aber wenn Jan aus beruflichen Gründen zwei von drei Trainingseinheiten verpasst, kann er die Mannschaft nicht trainieren. Deshalb kamen wir nach einem gemeinsamen Gespräch zum Entschluss, uns zu trennen."

Kromms Nachfolger steht schon parat. "Markus Sinner hilft glücklicherweise aus, bis wir einen neuen Trainer gefunden haben. So kurz vor dem Saisonstart ist es natürlich schwierig, jemanden zu verpflichten. Deshalb hat Markus - nach kurzer Bedenkzeit - erstmal für die komplette Vorbereitung auf die neue Runde zugesagt", betont Göth. Der in Kefenrod lebende Sinner (51), der zuletzt die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen trainierte, ist ein alter Bekannter beim Kreisoberligisten. "Wir hatten vier tolle gemeinsame Jahre. Markus stieg mit uns in die Kreisoberliga auf - das war der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Zudem wurden wir in dieser Zeit Freunde", berichtet Göth von Sinners erster Trainer-Ära bei der SG Hettersroth/Burbracht, die im Sommer 2019 endete.

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