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Sportfreunde landen Überraschungscoup

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Von: Volker Fehrs

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Der Leihgesterner Enrico Serpik (l.) geht mit Laubachs Marvin Luckert ins Luftduell. Kopfschmerzen haben am Ende aber nur die Gäste. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (grm/vf/maz). Nicht nur den Tag der Deutschen Einheit, sondern auch einen richtigen Sensationserfolg haben die Sportfreunde Burkhardsfelden gefeiert. Am Sonntag zwang man nach tollem Kampf die SG Birklar in die Knie. Den Ausrutscher der SGB wussten sowohl Spitzenreiter SG Obbornhofen/Bellersheim als auch Aufsteiger FSG Biebertal mit eigenen Siegen für sich zu nutzen.

FSG Wettenberg - FSG Lumda/Geilshausen 4:0 (0:0): Nach einer Viertelstunde musste die Partie aufgrund eines Unwetters kurzzeitig unterbrochen werden. Lukas Panz hatte die beste Chance für Wettenberg, während die Gäste die Latte trafen. Im zweiten Durchgang brachte Wettenbergs Trainer Bastian Panz Finn Mühlhaus und Florian Valentin - zwei Wechsel, die sich auszahlen sollten: In der 61. Minute markierte Mühlhaus auf Vorlage von Valentin das 1:0. Moritz Petzold verwertete kurz darauf eine Flanke von Paul Reger zum 2:0 und legte noch das 3:0 nach (66., 68.). Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Leon Walpert, der in der 90. Minute eine Ecke von David Hovestadt zum 4:0 einköpfte.

»Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten leichte Feldvorteile und haben gewonnen, weil wir unsere Chancen genutzt haben«, bilanzierte FSG-Trainer Panz abschließend.

SF Burkhardsfelden - SG Birklar 2:1 (0:1): »Eigentlich weiß ich nicht recht, wie ich unsere Partie einordnen soll« zeigte sich SF-Pressewart Matthias Döring ebenso wie die gut 70 Zuschauer ungläubig vom Ausgang. Nachdem sich die Defensivabteilung der Sportfreunde einen fatalen Schnitzer erlaubt hatte, staubte Gästeakteur Mahir Marankoz (10.) eiskalt ab. Anschließend entwickelte sich ein Abtasten beider Teams, die sich überraschend spielerisch stets auf Augenhöhe befanden. Fast wäre Marian Hild (22.) der Ausgleich gelungen, doch Keeper Falko Maier fischte das Spielgerät aus seinem Torgiebel. Wenige Minuten vor dem Pausentee fand Marankoz (38.) in Keeper Fabian Döpfer seinen Meister, der die Kugel ebenfalls aus dem Tordreieck bugsierte. Per Direktabnahme scheiterte Birklar wenig später, sodass es bei der knappen Halbzeitführung blieb.

Gleich nach Wiederanpfiff spielten die Sportfreunde mutig nach vorn und Nico Pfeifer (49.) drosch die Kugel aus 20 Metern zum Ausgleich in die Birklarer Maschen. Im weiteren Verlauf ließen die Sportfreunde geschickt Ball und Gegner laufen und Birklar war nicht mehr zwingend genug in seinen Aktionen. In Kombination mit Justin Raith fackelte Hild (63.) nicht lange und zog aus fünf Metern flach zur 2:1-Führung ins lange Eck ab. Im restlichen Spielverlauf ließ sich Burkhardsfelden »mit einer Riesenleistung«, so Pressewart Döring, nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und versetzte den Birklarer Aufstiegsambitionen einen unerwarten Dämpfer.

TSV Lang-Göns - TSV Kleinlinden 3:0 (1:0): Gut zwanzig Spielminuten konnten die Linneser bei 70 Zuschauern Paroli bieten, ohne selbst zu Torabschlüssen zu kommen. Danach hatte Langgöns die spielerische Dominanz und ging durch Mergim Omura (28.) auf Vorarbeit von Frederik Österreicher verdient in Führung.

Ihr überlegenes Spiel setzten die Gastgeber auch nach der Pause fort. Zum zweiten Streich traf Omura (49.), wieder leistete Österreicher die Vorarbeit. »Das war unser bestes KOL-Spiel seit langer, langer Zeit. Der Sieg war dank einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung hochverdient«, schwärmte TSV-Pressewart Mathias Janke. Mit seiner dritten Bude krönte Omura (83.) seine herausragende Leistung. Die schwachen Gäste blieben insgesamt klar unter ihren Möglichkeiten.

SG Obbornhofen/Bellersheim - SG Treis/Allendorf 3:0 (0:0): Wie zu erwarten war, standen die Treiser gegen den Spitzenreiter vor 130 Zuschauern tief in der eigenen Hälfte und trauten sich kaum einmal über die Mittellinie. Nicht viel mehr an zwingenden Möglichkeiten außer dem Distanzschuss von Patrick Werner (42.), den der Treiser Torsteher Jannick Lich ohne Mühe parierte, brachten die Gastgeber vor der Pause aber nicht zu Stande.

Die Einwechslung von Nico Kammer zur zweiten Halbzeit sollte sich für die Gastgeber auszahlen. 60 Sekunden nach Wiederanstoß verzog Heimakteur Tim Hufnagel aus 16 Metern knapp. Kurz darauf prüfte Kammer (48.) per Kopf nach der Flanke von Till Schwing den Treiser Keeper Lich. In Minute 57 tauchte Gästeakteur Artur Schwabauer unerwartet vor Heimschlussmann Yannick Zander auf, sein Schuss strich nur um Haaresbreite am Pfosten vorbei. Dann hatte der immer stärker werdende Kammer (60.) bei einer weiteren Kopfballchance das Pech gepachtet. In der 76. Spielminute belohnte sich der Primus dann endlich für seine Offensivbemühungen, als Werner beim Zuspiel von Paul Ortmann nur den Schlappen hinzuhalten brauchte. »Ein typisches Tim Richter-Tor«, beschrieb SG-Pressewart Klaus Jäckel das vorentscheidende 2:0, das der Obbornhofener Angreifer in Minute 83 aus zwölf Metern in den Treiser Kasten nagelte. Mit dem 3:0 krönte Kammer (90.), der dem Primus die spielentscheidenden Impulse verlieh, seinen glänzenden Auftritt.

»Die Gäste wehrten sich nach Kräften, wir haben aber die Ruhe behalten und am Ende verdient gewonnen«, zeigte sich Jäckel einmal mehr zufrieden über die Leistung der Landgraf-Elf.

FSG Biebertal - SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod 3:1 (1:1): »Wo Spitzenspiel drauf stand, war auch Spitzenspiel drin«, war FSG-Pressewart Burghard Mandler begeistert vom Spielverlauf. Zur guten Stimmung trug vor 120 Zuschauern natürlich auch die frühe Biebertaler Führung bei, die Andreas Schute (6.) per Kopf nach einer Ecke von Julian Reinhardt markierte. Eine gute Viertelstunde brauchten die Gäste, um in der Partie anzukommen. Bei einigen guten Möglichkeiten fehlte nicht viel zum Ausgleich. Den brachte dann 120 Sekunden vor dem Pausenpfiff nach Vorarbeit von Till Braun dessen Mitspieler Ole Daum unter Dach und Fach.

Zu Beginn der zweiten Hälfte boten sich Biebertal durch Raffael Szymanski, Reinhardt und Jonah-Maximilian Remmel gute Gelegenheiten wieder in Führung zu gehen, doch SG-Schlussmann Jonathan Liebich konnte dies stets verhindern. In Minute 62 zeigte der Unparteiische Marvin Starck auf den Kreidepunkt, Maximilian Bornmann scheiterte jedoch an FSG-Keeper Patrick Diener. 180 Sekunden später klatschte der Schuss von Remmel an den Altenburger Querbalken. Durch den roten Karton für Patrick Scheld (71.) setzten sich die Gastgeber unnötig unter Druck, doch sie hielten gegen die ihre Chance witternden Gäste erfolgreich dagegen. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff markierte Heimakteur Leon Schorge aus dem Strafraumgewühl heraus nach einer Reinhardt-Ecke die 2:1-Führung. In der mehrminütigen Nachspielzeit setzte Szymanski (90.+3) den 3:1-Endstand oben drauf. »Trotz Unterzahl haben wir uns dank unserer starken kämpferischen Einstellung verdient durchgesetzt«, war Mandler voll des Lobes für seine Mannschaft.

FSG Laubach - TSG Leihgestern 2:0 (0:0): Die Laubacher FSG versäumte es zunächst, aus ihrem spielerischen Übergewicht und den daraus resultierenden Torchancen, auch Kapital zu schlagen. So verpassten Ben Kirchner, Raphael Heinz und Olcay Sirin den Führungstreffer. Das hätte Nico Steffan fast bestraft, als er nach 26 Spielminuten den Laubacher Pfosten traf. Kurz vor der Pause versemmelte Christoph Dietrich die beste Gästetorchance nur einen Meter vor dem Heimtor. »Mit einem dunkelblauen Auge ging es in die Kabine«, so fasste FSG-Sprecher Volkmar Sann die Situation zusammen.

Direkt nach der Pause scheiterte Steffan allein vor Heimtorwart Carsten Hensel (55.). Nun wachte das Heimteam auf und Sirin erzielte per Fallrückzieher den Führungstreffer ins lange Eck (59.). Leihgestern steckte nicht auf, doch Hensel konnte einen Schuss von Sebastian Wirth entschärfen. Nach einer missglückten Rückgabe machte der eingewechselte Ismail Uzun den Sack mit dem 2:0-Endstand für die Heimelf in der Nachspielzeit endgültig zu.

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