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Sportkreis: Seepferdchen als Ziel

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Gießen (amp). Immer mehr Kinder, die nicht schwimmen können, immer mehr Hallenbäder, die geschlossen werden. Das Problem ist nicht neu, hat aber durch die Pandemie und die Energie-Krise in Folge des Ukraine-Kriegs eine zusätzliche Dynamik erfahren.

Dem wollen Sport- und Landkreis entgegensteuern. Das ist eine weitere Aufgabe der neuen Bewegungskoordinatorin Carmen Klein. Die dabei auf erste positive Erfahrungen zurückgreifen kann. Denn schon in diesem Sommer hat es ein »Sommerschwimmcamp« in Biebertal gegeben, wie Friederike Heinl vom Fachdienst Schule und Sport des Landkreises berichtet.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Biebertal und dem dortigen Breitensportverein sei in den sechs Wochen Sommerferien Kindern aus den 3. Klassen das Schwimmen beigebracht worden.

»Das waren zwei Einheiten pro Woche. Und bis auf einen Teilnehmer haben alle das Seepferdchen geschafft«, blickt Carmen Klein zurück und sagt: »Das wollen wir verstärkt nächstes Jahr angehen und das soll ein dauerhaftes Projekt werden.«

»Viel Arbeit«

Den Erfolg misst Friederike Heinl auch daran, »dass alle Kinder dabei geblieben sind«. Ihre Wunschvorstellung ist, dass die Drittklässler ein halbes Jahr auf den Schwimmunterricht im 4. Schuljahr vorbereitet werden, und die Viertklässler dann auf den weiterführenden Unterricht nach der Grundschule.

»Das ist viel Arbeit«, denkt sie in kleinen Schritten. Denn nicht überall sei das mit den Bädern so einfach umzusetzen. Zudem sollen auch die Vereine vor Ort miteingebunden werden. Was denen zusätzlich bei der Mitgliedergewinnung helfe. »Wir freuen uns über jedes Kind, das dadurch Schwimmen lernt«, blickt Friederike Heinl voraus.

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