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Sportlicher Leiter: »Wir sind entgleist«

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Wetzlar (vsch). Der Sportliche Leiter der HSG Wetzlar, Jasmin Camdzic, stand nach der bitteren 24:25-Heimniederlage gegen Leipzig länger bei Aufsichtsrats-Mitglied Martin Bender und versuchte, die Fassung zu wahren. Auch Trainer Ben Matschke gesellte sich dazu und fachsimpelte über das gerade Geschehene. Einige Minuten danach stellte sich »Jasko« Camdzic dann den Fragen dieser Zeitung.

Jasko, wir haben viel Kampf und Krampf gesehen. Wie ist Ihre Stimmung nach dem Duell mit einem wahrlich nicht guten Gegner aus Leipzig?

Zunächst erstmal Anerkennung für beide Mannschaften, die unter so einem enormen Druck standen. Es war kein schönes Spiel, aber offen, kämpferisch, spannend und weitgehend fair. Nun zu uns: Wir sind von der Erfolgsspur abgekommen und entgleist. Zum Glück haben wir am Sonntag direkt die Möglichkeit, uns zu verbessern und müssen uns nicht eine Woche hier quälen und noch mehr analysieren. Feststeht: Eine Mannschaft, die fünf Siebenmeter verwirft, kann ein Spiel nicht gewinnen. Mehr gibt es dazu nicht anzumerken.

In der Tat, Siege und Punkte müssen her. Nach Minden geht es Schlag auf Schlag weiter. Das Wort Abstiegskampf ist bei der HSG doch spätestens jetzt greifbar, oder?

Erstmal kommt Minden, darauf liegt der absolute Fokus. Dann könnten wir auch Hamburg aufzählen, Hannover, Kiel, Lemgo, Rhein-Neckar Löwen. Für mich ist klar: So wird es für uns bis nächsten Mai weitergehen, wir sind dick im Abstiegskampf. Die Jungs haben das verstanden, das habe ich auch gegen Leipzig gesehen. Klar ist, dass die Verletzung von Magnus Fredriksen und der Ausfall von Stefan Cavor gerade wehtun, das darf aber nicht als Ausrede gelten. Wir haben eben nur beinahe gepunktet, das reicht nicht. Die Wurfquote muss besser werden, die technischen Fehler weniger. Wir haben eine junge Mannschaft und sind unten drin. Kein Spiel wird einfach.

Sie sprachen die Wurfquote an, gegen Leipzig fanden alleine fünf Siebenmeter nicht den Weg ins Tor. Es wird laut über eine Rückkehr von Standby-Profi Maxi Holst nachgedacht. Was sagen Sie dazu?

Die Siebenmeterquote war katastrophal. Und eine Möglichkeit gibt es immer, jemanden zu reaktivieren. Wir wissen aber nicht, ob Max das überhaupt will. Und ich möchte das Thema jetzt nicht weiter vertiefen. Wir haben die Spieler, die Siebenmeter verwandeln können. Lars Weissgerber oder auch Domen Novak.

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