Sportwoche unter der Lupe: Ein Spiel, zwei Verlierer

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Die Vorkommnisse während und nach der Fußball-Partie zwischen dem BV Rinderbügen II und dem SC Teutonia Kohden II in der Kreisliga B Büdingen Reserven beschäftigen beide Vereine noch zwei Wochen später. Die Clubvorstände schieben sich gegenseitig die Schuld für die hitzige Atmosphäre, wüste Beschimpfungen, Tätlichkeiten und eine in letzter Sekunde verhinderte Handgreiflichkeit zu.

Statt aufeinander zuzugehen, verhärten sich zusehends die Fronten. Dabei sollte der Fußball gerade im Amateurbereich - und wir sprechen hier von einem Reservematch in der niedrigsten Spielklasse - Spaß sowie wohltuende Ablenkung vom Alltagsstress bringen. Zweifellos gehören auch Emotionen dazu. Aber keine verbalen Entgleisungen oder Aggressionen. Zudem verschärfen solche Ereignisse die Schiedsrichter-Krise. Vereinsvertreter, wie am 26. September in Rinderbügen der Fall, müssen immer öfter zur Pfeife greifen, weil mangels Masse nicht mehr alle Spiele mit Unparteiischen besetzt werden können. Und das wird so bleiben, wenn Schiedsrichter weiterhin übelste Beschimpfungen ertragen müssen. Für ein paar Euro "Schmerzensgeld" lässt sich niemand Sonntag für Sonntag beleidigen. Deshalb sollten der BV Rinderbügen und SC Teutonia Kohden endlich das Geschehene abhaken und in Zukunft mit gutem Beispiel vorangehen. Übrigens: Diese "Skandal-Partie" endete 3:3. Verloren haben irgendwie beide Vereine. nWas war denn da am Sonntag mit der Frankfurter Eintracht los? Der bis dahin sieglose Bundesligist fuhr seinen ersten Erfolg in der Saison 2021/22 ausgerechnet beim Rekordmeister ein. Das 2:1 war der erste Hessen-Dreier in München seit 21 Jahren. Markus Sinner, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Hettersroth/Burgbracht, hatte bereits einen Tag vor diesem Triumph eine Art Eingebung. "Am Freitag holten wir mit Hettersroth den ersten Saisonsieg. Einen Tag später gewann mein Sohn Yannick mit der JSG Kefenrod den A-Junioren-Kreispokal und verwandelte einen Eckball direkt zum 1:0-Führungstreffer. Weil das Fußballwochenende bis dahin perfekt gelaufen war, prophezeite ich den Eintracht-Sieg - weshalb mich am Samstag noch alle auslachten", erzählt Sinner. Der 51-Jährige behielt recht, war sich seiner Sache aber wohl doch nicht ganz sicher. Sonst hätte er bestimmt ein paar Euro auf die Eintracht gesetzt...

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