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Stabhochweit

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Jannis Bender Kreisrekord über 2000m © Red

Gießen (lab). Zwei Kreisrekorde und Stabweitsprung - die Highlights des Herbstmeetings in Gießen waren vielschichtig. Am Samstag gab man den Leichtathletinnen und Leichtathleten der Altersklassen U12 bis U18 nochmals eine Bühne. Mit dabei waren einige selten angebotene Disziplinen - und zwei Mal Action auf der Bahn.

Jannis Bender (LG Langgöns/Oberkleen) war vor zwei Wochen in Heuchelheim erst Kreisrekord über 800 m in der M11 gelaufen. In Gießen sollte dieser Rekord nun wieder fallen: Luan Willig (TV Wetzlar) rannte von Beginn an ein schnelles Rennen vorneweg, dabei stoppte die Uhr nach 2:29,97 Minuten. Das war noch einmal vier Sekunden schneller als die Bestmarke Benders und eine Steigerung seines eigenen Rekords um sieben Sekunden. Doch damit nicht genug: Jannis Bender war in Gießen über 2000 m am Start - und lief ebenfalls Kreisrekord! In 7:07,34 min verbesserte Bender die Bestmarke aus dem Jahr 2011 von Niklas Schwesig um etwa eine Sekunde. Seine eigene Bestleistung steigerte er gar um zehn Sekunden.

Neben diesen »Krachern« auf der Bahn, hatte bereits der Zeitplan des Meetings für ein paar verwunderte Blicke gesorgt: Was ist denn Stabweitsprung? Ganz einfach: Man nimmt Anlauf, sticht mit dem Stab in die Sandgrube, springt ab - und fliegt vom Stab getragen so weit wie möglich.

Die Disziplin stammt aus der Kinderleichtathletik. Der Lerneffekt liegt im Vertrauen in den Stab: Man muss sich tragen lassen und mit genügend Geschwindigkeit, also mit genügend Wagnis, abspringen. Beim Herbstmeeting bot man es für die Altersklasse U12 an. Am weitesten von allen - auch weiter als die Jungs - flog Lia Krämer von der TSG Alten-Buseck mit 2,20 m. Als Stab diente einigen ein Besenstiel, die meisten wählten jedoch einen vom Stabhochsprung. Und genau da soll diese Bewegung auch hinleiten. Nicht weit, sondern hoch soll es über die Latte gehen. Wie bei Mika Findeisen (RTZ Liebigschule). Er sprang mit 2,20 m so hoch, wie Lia Krämer weit. Michele Rutz (RTZ Liebigschule) gelang ebenfalls der Sprung über 2,20 m. »Die Disziplinen sind auf Anklang gestoßen. Einige haben gesagt, dass sie sich vorstellen können, weiter dafür zu trainieren«, sagte Organisator Heinz-Jürgen Ruhl.

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