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Starke Defense, desaströse Offense

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Da ist er weg: Die Grünbergerin Elisa Dapper ist für eine Sekunde zu nachlässig, da schlägt ihr Myah Tayler den Ball aus der Hand. Foto: Vogler © Vogler

Grünberg (grm). Die Zweitliga-Basketballerinnen der Bender Baskets Grünberg haben in der 2. Bundesliga Nord die dritte Niederlage in Folge quittieren müssen. Gegen die ChemCats Chemnitz stand am Ende ein 48:63, wobei von 48 Zählern allein 43 auf das Konto von Cora Horvath, Carlice Poelstra und Olivia Nash gingen - der Rest des Grünberger Kaders agierte in der Offense zumeist unglücklich oder ineffektiv.

»Wenn du den Gegner bei 63 Punkten hältst, muss das eigentlich für einen Sieg reichen. Was mir nicht gefallen hat, war unsere Wurfquote, vor allem von der Dreierlinie. Außerdem hatten wir das Problem, dass bei uns nur fünf Spielerinnen gepunktet haben - und das ist zu wenig!«, machte Coach René Spandauw nach Spielschluss deutlich.

B. B. Grünberg - ChemCats Chemnitz 48:63

Jessica Kluge gelangen die ersten Zähler von der Drei-Punkte-Linie, auf die Nash mit einem weiteren Dreier antwortete. In der Folge entwickelte sich ein enges Spiel, in dem die Gallusstädterinnen Glück hatten, dass mehrere ihrer Turnover nicht bestraft wurden (10:14, 6.). Anschließend fingen sich die Baskets jedoch und schafften es durch einen 10:2-Lauf, sich bis zur Viertelpause eine knappe Führung zu erspielen (20:16, 10.).

Diesen Vorsprung hielten sie dank Treffern von Linn Villwock, Cora Horvath und Poelstra zunächst (26:20, 13.). Bis zur Halbzeit konnten die Baskets jedoch kein weiteres Mal scoren, während die ChemCats - angeführt von Tereza Kracikova und Myah Elizabeth Taylor - einen 13:0-Run hinlegten: Während Centerspielerin Kracikova unter dem Korb ackerte, spielte Taylor mehrfach ihre athletischen Vorteile aus und traf außerdem aus dem Stand heraus einen Dreier zum zwischenzeitlichen 26:29 (39.).

Nach dem Seitenwechsel brachte Nash, der mit 21 Punkten und 18 Rebounds ein starkes Double-Double gelang, ihre Mannschaft zunächst wieder in Schlagdistanz (30:36, 21.). Die Gallusstädterinnen verpassten es jedoch danach, den Ausgleich zu erzielen oder gar in Führung zu gehen. Mehr als nur einmal verweigerten Spielerinnen in aussichtsreicher Position den Wurf, was auch Coach Spandauw missfiel: »Einige Spielerinnen haben die Verantwortung verweigert, sodass wir statt einem freien einen schlechten Wurf oder einen Ballverlust hatten. Da hat in diesen Situationen der Mut gefehlt, Entscheidungen zu treffen.« Das war umso ärgerlicher, weil die ChemCats in dieser Phase ebenfalls nicht überzeugten (41:46, 30.).

Der Schlussabschnitt erinnerte aus Grünberger Sicht hingegen an das schwache zweite Viertel: Auf Nashs Treffer zum 46:50 folgten knapp vier Minuten ohne Grünberger Punkt, in denen Chemnitz auf 46:57 davonzog und damit die Weichen auf Sieg stellte. »Ich glaube, dass wir gewonnen haben, weil wir am Ende ein bisschen abgeklärter waren und ein, zwei Optionen mehr hatten als Grünberg. Die Grünberger haben dennoch einen ordentlichen Job gemacht, aber waren offensiv einfach glücklos«, bilanzierte ChemCats-Trainer Thomas Seitner.

B. B. Grünberg: C. Horvath (14), Römer, Meinhart, Poelstra (8), Weinand, Hildebrand, Müller, Seegräber (3), Dapper, Villwock (2), Nash (21).

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